13
Jun
07

überstundenpauschale - die moderne sklaverei

Nach zweitausend jahren ist es endlich wieder so weit: die Sklaverei ist da! Und alle sind wir einverstanden, wir lieben ja die Wirtschaft! Sie (die Sklaverei) heißt Überstundenpauschale. Pauschalen zählen zu den feinen sachen: einmal zahlen, all you can eat, einmal duschen und schön reden: all you can fuck, einmal Karlheinz Grasser: all you can sell (österreichischer Finanzminister, der zum Sonderpreis öffentliches Eigentum an seine Freunde verscherbelt hat) und jetzt neu: einmal Arbeitsvertrag unterschreiben: all you can work! Das Prinzip ist einfach. Damit die überstunden nicht einzeln verrechnet werden müssen, zahlt man den Angestellten einen  fixen Betrag, dafür arbeiten sie, bis alles erledigt ist. In der pauschale ist der Lohn für die mehrarbeit inkludiert, nebenbei erübrigt sich auch der Zeitausgleich. Die Überstundenpauschale wird also unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeit ausgezahlt. Natürlich sind die unternehmen nicht blöd und setzen die pauschale als durchschnittlich 2 stunden pro woche an. Man will sich ja nicht verausgaben. Und wenn du jetzt 20 überstunden verbuchst oder 30 überstunden oder 40 Überstunden (natürlich nur auf dein persönliches zeitkonto, die firma interessiert das nicht), ja dann hast du eben Pech gehabt, weder bekommst du mehr Geld, noch kannst du hoffen, jemals die verarbeitete Zeit ausgeglichen zu bekommen. Pauschale eben! Eleganter lässt sich die Sklaverei nicht einführen, im Walzerschritt werden die Arbeitsschutzbestimmungen übergangen. Den ideologischen Unterbau liefert der Hayek (jetzt weiss jeder, dass das was ich schreib, Blödsinn ist, denn der Liberalismus ist keine Lehre, sondern die Wahrheit schlechthin, die einzige Religion, die stimmt), dass nämlich eine Gesellschaft, in der die Arbeitslosigkeit grassiert, nicht aufmuckt, weil sie Angst hat, auch noch die restliche Arbeit zu verlieren.  Bis jetzt hat er recht behalten. Angst ist eines der wichtigsten Mittel des Liberalismus, die Menschen fügsam zu machen, (siehe Andreas Unterberger, von Wolfgang Schüssel installierter Chefredakteur der Wiener Zeitung, der in seiner Kolumne mehr Angst wünscht, um endlich die Wirtschaftsziele zu erreichen). Die Gewerkschaften, erstickt im eigenen Fett, tun nichts. Und nein, die Industriellenvereinigung wird uns auch nicht helfen. Wir müssen selber etwas tun. to be continued.


10 Antworten zu “überstundenpauschale - die moderne sklaverei”


  1. 1 CrippLeD SaM Juni 13, 2007 um 9:13 Uhr nachmittags

    Ich unterstütze diese Website mit Vollster Unterstützung.

    YouRs SinCereLy CrippLeD SaM

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  2. 2 erstersein Juni 15, 2007 um 6:47 Uhr nachmittags

    Warum werden im Amt jetzt weisse Linien in der Mitte des Ganges gezogen?

    Damit die, die später kommen, nicht mit denen zusammenstoßen, die früher gehen.

    Soviel zur “inversen” Überstundenpauschale bzw. zur “passiven Gehaltserhöhung”.

    Und eines muss immer klar sein: Du wirst gebraucht, weil du etwas kannst. Kopf hoch. (und verlass dich nicht aufs AMS, die faulen Säcke).

    Kannst Du mit diesem Kommentar etwas anfangen? Ich fürchte, nicht.

  3. 3 Frau Stöhr Juni 16, 2007 um 10:50 Uhr vormittags

    si tacuisses, philosophus mansisses -
    gilt exklusiv fuer conrad baul kissman! aber ihr, ihr, ihr seid ein held, jawohl ein held! man sollte die erotica spielen!!

  4. 4 BYOB Juni 16, 2007 um 1:11 Uhr nachmittags

    ausgezeichneter Blog ;)
    hmhm ich habe gestern zwar schon ein kommentar geschrieben, aber das ist jetzt irgendwie nimma da….
    naja da kann man nichts tun!
    vergiss das Gedicht fürs Abschlussfest nicht
    mfg Wolfi

    w.Fischer Ukulelen
    http://ukefreak.wordpress.com

  5. 5 Kardinal Novize Igor Juni 18, 2007 um 10:21 Uhr vormittags

    an frau stöhr
    wölche erotica? Die von Mozart oder die von Johann Strauss?

  6. 6 Chief "2 Big Balls" Juni 19, 2007 um 4:23 Uhr nachmittags

    So seid mir gegrüsst edles Völkchen - der Narr überdauert die Zeit - mal weilt er hier, mal weit er da - ……

    hier scheit es ihm recht erbaulich -
    frau stöhr zeigt sich vertraulich -

    so bleib ich da - und hoff auf ihre “erotica”!

  7. 7 Chief "2 Big Balls" Juni 19, 2007 um 4:52 Uhr nachmittags

    Der Neoliberalismus sitzt der Wirtschaft als Schelm im Nacken, und des Nachts deckt er sich mit dem Demokratiemantel zu - und legt sich zur unseligen Ruh!

    Demokratie - wie ich dieses Wort liebe - D E M O K R A T I E - man muss es sich wie ein Stück Schokolade auf der Zunge zergehen lassen ….. - ÄH - BÄH - ……die Demokratie ist zu einer Lüge verkommen, zu einer politischen Krankheit mit faulem Beigeschmack - ich habe sie nicht gewählt - ich bin des schreibens meines Namens fähig - ich brauche kein - X - zu machen in einem Kreis!
    Ich erlege mein Fressen fein geschnitten im Supermarkt - mein Ross ist ein Einkaufswagerl - ICH bin ein zivilisierter Wilder!

    Was ist das für eine Demokratie, in der ich mich zu meinem eigenen Schutz registrieren lassen soll, von mir Fingerabdrücke genommen werden, biometrische Kennkarten, Registrierungsnummern, Codes, Prints - ich frage mich wer da vor wem geschützt werden muss!

    Nun ja - einigen Politikern und Staatsschützern - mögen ihre Frauen frigide, und sie selbst impotent werden - zufolge, gibt es ja sowieso schon viel zu viel Gesindel auf der Welt, wobei sie dieses unser Land, diese Fleckchen Erde - global gesehen diesen Mäuseschiss - als die Welt ansehen!

    Und sollte sich jemals jemand die Mühe machen, diese Ausssage in einen statistischen Rahmen zu fassen, wäre es die Überlegung wert zu eruire auf welcher Seite der Wahlurne wohl das Gesindel zu suchen sei!

    Denn:

    “Die Dummheit der Menschheit ist UNANTASTBAR!”

  8. 8 billybones Juni 21, 2007 um 7:00 Uhr nachmittags

    hehe ganz schön heftig sich durch den ganzen text und die comments zu ackern! fein dass du auch einen Blog hast Georg ;)

    aja aufgrund der INKOMPETENZ vom Schlurf gibt es diesmal leider kein Hauptfest. Nach 10 Jahren MK Erfahrung hat es er aufgrund seine Egos (warauf er das Gründet weiß ich nicht) immer noch nicht überissen, wie man was dem Chef beibringt, dass es auch ihm gefällt. Auf jeden Fall nicht auf die Kunze-Art. Schade.

    lg Stefan

    http://billybones.wordpress.com

  9. 9 billybones Juni 21, 2007 um 7:01 Uhr nachmittags

    äh hab natürlich abschlussfest gemeint - vor lauter kopfschütteln übern den Schlurf - verwurschteln sich anscheinend meine Gedanken :)

    lg Stefan

    http://billybones.wordpress.com

  10. 10 CrippLeD SaM Juni 23, 2007 um 1:36 Uhr nachmittags

    Die “Erotica” gibts hier zum Download:

    http://www.yourfilehost.com/top50_day.php?af=off

    Hehe….. :-)

    YouRs SinCereLy CrippLeD SaM

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