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Vermischtes

Erstens:

In Frankreich gibt es laut „diePRESSE“ ein neues Gesetz, das es verbietet, sich in digitalen Medien gegen Abtreibungen zu äußern. Zum Glück sind wir nicht in Frankreich. Wir dürfen noch schreiben, dass wir die Tötung der Wehrlosesten nicht ganz so toll finden.

Wie wärs, wenn wir die ungeborenen wenigstens so gut behandeln wie die Flüchtlinge? Nur um richtig verstanden zu werden: zum Wohle beider! (ich denke da auch an erziehungstechnische Maßnahmen…)

 

Zweitens:

Zum Thema „Hasspostings“: ist eigentlich schon irgendjemandem aufgefallen, dass es sich bei diesem Thema um eine psychologische Projektion handelt?

„Projektion“: das bedeutet, von einem Problem auf ein anderes abzulenken.

Das Problem: es gibt derzweit zwei (oder drei) Hass-Pole: den unsrigen (Neo-Nazis) und den dortigen (Islamismus). Wobei ich zweiteren für den gefährlicheren halte. Siehe IS etc.

Dann wäre noch zu überlegen, ob Leute, die anderen Leuten das kritische Sprechen über die Ermordung der Ungeborenen verbieten wollen, nicht auch ein Hass-Problem haben.

Nun aber haben die Medien ein Hass-Monopol erwirkt: Hassen, das tun AUSCHLIESSLICH unsere Rechten. Das ist das einzige Thema, über das diskutitiert werden darf. Man könnte das als eine Art quantitative Ablenkung betrachten, um sich tatsächlich religiöse Diskussionen zu ersparen.

Kann man es einer religionsdebilen Gesellschaft verdenken, die von Spiritualität keine Ahnung hat und daher weder die eigene, noch andere Religionen zu beurteilen verstehen, sich dieses Thema ersparen will?

„Nur ned darüber reden, des ghört sich ned!“ – Ja, wir leben in einem neuen Biedermeier (leider ohne Hegel und Schubert).

Drittens:

Zu Punkt zwei passt sehr gut das Weihnachtsplakat der SPÖ Wien, in dem das ganze Ausmaß der gewollten Verflachung wunderschön-unfreiwillig zur Schau gestellt wird.

Weihnachten? Kekse backen! Kekse fressen! (Unter dem Wimpel der drei Pfeile natürlich). Sich den Magen verrenken!

Mystik? Wenn, dann eine Diskussion über Weihnachtskeksweizenmehlgluten.

Ach, Sie backen schon mit Dinkel?

Na, dann ist ja alles gut.

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4 Responses to “Vermischtes”


  1. Januar 13, 2017 um 6:43 pm

    Ja, das möchte ich sehen, wie Facebook reagieren würde, wenn man eine Abtreibung filmisch dokumentierte, und zwar realistisch „as is“.

    Ich finde den Begriff „religionsdebil“ sehr treffend.

    Heutzutage ist man ja schon ein Wissender, wenn man die „aktuell gültigen Schlagwörter“ kennt.

    Der, der sie in der richtigen Reihenfolge aufzählen kann, ist dann schon der gefragte Experte

  2. 2 Kardinal Novize Igor
    Januar 13, 2017 um 7:23 pm

    @Yeti:

    Jaaa, Facebook ist die Wohlfühl-Arena, das Wellness-Bassena der uneingestandenen Komplexler!

    Brav und Widerstandslos reihen sich in die Werbeeinschaltungen die umworben sein wollenden Ichs hinein….

    LG KNI

  3. Januar 21, 2017 um 8:21 pm

    Grundsätzlich denke ich in diesen Fragen ähnlich wie du.
    Für meine Wahrnehmung ist das Fernsehen und die Mainstreampresse ein einziges Hassposting:
    Der Hass auf den Präsidenten der russischen Föderation wird seit vielen Jahren geschürt. Ebenso der Hass auf den Syrischen Präsidenten und den Iranischen Präsidenten, den Irakischen Pärsidenten, den Libyschen Präsidenten und seinerzeit auf den Jugoslawischen Präsidenten.
    Besonders interessant finde ich, dass nun auch der amerikanische Präsident seit einiger Zeit Zielscheibe dieser Hasspostings geworden ist. Ich war mir nicht sicher, ob das Trumpbashing auch nach seiner Amtseinführung weitergeht. Jetzt wissen wir, es geht weiter.
    Zu den merkwürdigen Gesetzen in Frankreich fällt mir folgendes ein: War es nicht Frankreich, in dem im März 2013 mehr als eine Million Menschen in Paris auf die Straße gingen, um für die Familie auf der „La Manif pour tous“ (französisch für „Die Demo für alle“) zu demonstrieren?
    In Stuttgart haben gerade mal 4500 mit den selben Fahnen gegen den neuen Bildungsplan in Baden Württemberg demonstriert.
    Trotzdem gibt es gerade in Frankreich zum Beispiel Gesetze, die einen Bürgermeister oder Standesbeamten dazu verpflichten, Eheschließungen durchzuführen, die ihrer persönlichen und religiösen Überzeugung widersprechen. Es ist den Bürgermeistern und Standesbeamten nicht erlaubt, sich durch einen Kollegen vertreten zu lassen, der damit kein Problem hat.
    Wer sich weigert, bekommt eine Geldstrafe und Erzwingungsshaft angedroht und oder verliert seinen Job. Solche Amtsenthebungsverfahren haben tatsächlich stattgefunden.
    Wenn es früher Gesetze gab, die bestimmte Sexualpraktiken unter Strafe stellten, kommt heute derjenige mit dem Gesetz in Konflikt, der diese Praktiken nicht vorbehaltlos gut heißt.
    Außerdem setzt er sich dem Verdacht aus, krank zu sein. Man attestiert ihm eine Phobie. Auch diese Pathologisierung abweichender Meinungen und Verhaltensweisen sind aus der Geschichte bestens bekannt. Hier ist diese Paradoxie besonders gut auf den Punkt gebracht:
    https://hansarandt.wordpress.com/2015/11/01/das-spiegelbild-der-diktatur-2020/

  4. 4 Kardinal Novize Igor
    Januar 21, 2017 um 11:10 pm

    @hansarandt:

    Jaja, es läuft alles spiegelverkehrt! „Erlaubt“ und „verboten“ wird einfach vertauscht.

    Ist trotzdem totalitär. Sehr bedenklich, wie viele angebliche „Intellektuelle“ (v.a. Journalisten) da mit machen…..

    LG KNI


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