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Jan
17

ein echter Wiener geht jetzt unter

Im Prinzip hat sich Kultur immer schon aus der Subkultur entwickelt. Neu ist allerdings, dass sich die Kultur nun auf dem subkulturellen Stand der 90er Jahre (ungefähr) „einfrieren“ will.

Wir haben es also mit extremem Konservatismus zu tun (der sich „postmodern“ nennt).

Beispiel: In Ö gab es eine Fernsehserie aus den 70ern namens „Ein echter Wiener geht nicht unter“. Damals ein Skandal, da man es wagte, den echten, „roten“ Wiener Proleten darzustellen.

Heute ist diese Serie Kult. Ja, diese Serie war ein Skandal, man hat sie trotzdem gemacht!

Heute müsste man diesen Wiener Proleten als „blauen“, also als rechten FPÖ-Wähler darstellen. Das traut sich freilich keiner. Zum einen, weil die Gesellschaft wirklich neues nicht ertragen würde, zum anderen, weil ein Schauspieler, der wenn auch nur komödienhaft, auf den Islam schimpft, seines Lebens nicht mehr sicher wäre……

……bekanntlich hat es ein Sequel gegeben. Das war erstens unglaublich schwach, weil: nostalgisch und aufgewärmt,

und zweitens hat sich der „Mundl“ (Hauptrolle) „politisch korrekt“ verhalten: anstatt die Wahrheit unkommentiert aufzuzeigen, wollte man nun „belehren“: so verhält sich ein braver Prolet!

…Wir leben in einer „pädagogischen“ Zeit: lauter selbsternannte Fräulein Rottenmeiers und Gott Kupfers.

Jetzt stecken sie ihren belehrenden Zeigefinger in jede Körperöffnung. Ach könnten sie sich auf nur Schüler beschränken, und bitte nicht einmal da….!

 

 

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1 Response to “ein echter Wiener geht jetzt unter”


  1. Januar 31, 2017 um 11:49 pm

    Angepasst sein ist das eingefrorene Revoluzzertum.

    Konservatismus ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.

    Meint
    Euer Christoph


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