16
Jan
21

Die virtuelle Pest, Teil 1

Über Corona ist alles schon gesagt worden, die Schallplatte, auf ewige Wiederholung geschaltet, kratzt und rauscht schon. Aber freilich: Dieses Hintergrundrauschen hat Tiefe, es erweckt unser Interesse, nur Einzeller und Avertebraten können es überhören.

Darum soll hier nun eine Serie über jene virtuelle Pest beginnen, die freilich nicht das Ganze im Visier hat, denn das wollen wir den Virologen und Sonstigen überlassen – aber freilich nicht nur jenen von den Massenmedien erwählten. Warum soll ich irgendeinem versoffenen oder kokainisierten Arschloch von Journalisten, oder irgendeiner enthirnten JournalistInnensoziologenInnentussi die Wahl der „Experten“ überlassen? Glauben die, dass ihr ihr Publizistik- oder Soziologie – oder sonst ein Pseudowissenschaftsstudium sie zu dieser Wahl berechtigen, die wir Lämmlein gläubig zu schlucken haben?

Da soll es Leute geben (zb. promovierte Naturwissenschaftler), die zu dieser Wahl weitaus besser qualifiziert sind. Aber greifen wir nicht vor.

Hier soll es um die religiösen Aspekte der virtuellen Pest gehen. Besser gesagt: um die sektiererischen Aspekte, aber auch, was das mit tatsächlicher Religion zu tun hat.

Fürs erste soll uns ein Brainstorming reichen:

° Egon Friedell bezeichnete als das Ende des Mittelalters die schwarze Pest. Haben wir es nun auch mit dem Ende eines Zeitalters zu tun? Wenn ja, welches Zeitalter wird dann kommen? Wie können wir die Entwicklung beeinflussen? Werden wir die Gestaltung des neuen Saeculums den globalen Psychopathen überlassen?

° Die Sprache ist verräterisch: Verschwörungstheoretikerrrr! Lebensgefährderrrr! Verharmloserrrrr! Coronaleugnerrrrr! Letzteres erinnert an „Holocaustleugner„, aber auch an „Gottesleugner„. Wie ist dieser „Gott“ beschaffen? Was steht hinter ihm?
Triumph der Wissenschaft!“, heißt es in einem die Impfung lobpreisenden Artikel des „Standard“. 2000 Postings, aber niemandem ist die offensichtliche Parallele aufgefallen: „Triumph des Willens“ hieß ein Nazi-Propagandafilm der Regisseurin Leni Riefenstahl. Wir werden uns damit zu beschäftigen haben.

° Und überhaupt: Wo sind die Menschen, die diesen semantischen Schimmelpilz untersuchen? Wo sind die Intellektuellen, die diese sprachliche Vergewaltigung, ja, diese Vergewaltigung der Sprache an sich, anzeigen, Gerechtigkeit schaffen, Ausgleich erzeugen? Metoo, sozusagen? Wie erklären wir das Paradox, dass ausgerechnet jene, die sonst am lautesten „Hetze“ schreien, eben diese Hetze willfährig betreiben? Und warum wird diese primitive Dialektik von so wenigen durchschaut?

Das sind einige der Punkte, die in dieser Serie behandelt werden sollen. Wir werden Zusammenhänge finden. Wir werden vieles von dem, was wir bisher gesagt haben, bestätigt finden.


1 Response to “Die virtuelle Pest, Teil 1”


  1. Januar 20, 2021 um 10:43 pm

    Schöner Text, ich hatte die selbe Idee, die findest du in meienem neusten Blpgbeitrag


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s



%d Bloggern gefällt das: