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Jan
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die virtuelle Pest: laulauwarme Kirchlein

Erstaunlich, wie kritiklos sich die Kirche die Feier der Heiligen Messe wegnehmen lässt. Sie scheint sich in der Rolle der angepassten Befehlsempfängerin gut zu gefallen. Wir nähern uns also über die alte, sterbende Religion des (europäischen) Christentums dem Corona-Kult.

Ich denke mir: Die Kirche hat sich selbst kastriert. Das „männliche“ ist ja angeblich „toxisch“, also dürfen nur noch „weibliche“ Tugenden gepflogen werden: Toleranz, Anpassungsfähigkeit, Leidensfähigkeit, Sentimentalität, Gemeinschaftssinn, gutes Benehmen, etc.

Was der Kirche fehlt: Entschlossenheit, Mut, Tapferkeit, Führungsstärke, Konfliktfähigkeit, Konturen, Charakterstärke; also: die männlichen Tugenden.

Meister Eckehart schreibt nun, dass man für die wirkliche Beherrschung der einen Tugend, auch alle anderen Tugenden beherrschen muss.

Auf die heutige Zeit übertragen, ergeben sich daraus folgende Fragen:

Was ist Toleranz wert, wenn ich Bosheit, Dummheit und Ungerechtigkeit toleriere?

Was ist Anpassungsfähigkeit wert, wenn ich sie zu opportunistischem Kriechertum missbrauche? Wenn ich mich an das Unrecht „anpasse“? Wenn ich die Wahrheit verleugne aus sich anpassender Feigheit?

Was ist Leidensfähigkeit wert, wenn man dieses Leiden durch Mut und Entschlossenheit aus der Welt schaffen könnte?

Was ist das Gefühlsbetonte wert, wenn ich durch „Gefühl“, oder schlimmer noch: durch „Gemeinschaftsgefühl“ die Wahrheit niederschreie? Weil sich die Wahrheit „nicht gehört“ (siehe: „gutes Benehmen“!)?

Toleranz ohne Mut wird zur Feigheit,

Anpassung ohne eigene Konturen wird zur Trägheit,

Gemeinschaft ohne Konfliktfähigkeit wird zum kritiklosen Aufgehen in der Gemeinschaft, und das wird zu kollektiver Dummheit.

Sentimentalität ohne Charakterstärke wird ebenso zur Dummheit,

Gutes Benehmen ohne Intelligenz aber wird zur erstarrten Kruste, zur leeren, geistlosen Form, die keiner mehr braucht.

Und da sehen wir nun: Die Katholische Bischofskonferenz im Jahre 2021.

Wir hören ihre triefend-weichen Verlautbarungen. Wir staunen über ihre Charakterlosigkeit. Dieses Gemeinschaftsgeschwurbel. Vorne herum süßlich, hinten herum giftig. Letzteres ist übrigens eine typische weibliche Untugend, wer hätte das gedacht?!

Mich richtig verstehen: Die weiblichen Tugenden müssen ebenso einen Platz in der Kirche haben. Aber die männlichen Tugenden eben auch. Zu sehr hat sich die Kirche dem feministischen Götzenkult angepasst, und auf sich selbst vergessen. Wie der Feminismus auch, sucht die Kirche ihr Heil nicht im Heiligen, im Überweltlichen, sondern im Weiblichen. Das ist nämlich bequemer. Man kann so aus der Geistesträgheit eine „Tugend“ machen.

Jesus aber sagt: „Ach, daß du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde!“ (Offb. 3, 14-15)

Ja, diese lauwarmen Brüder sind wirklich zum ausspeien. Das „Lauwarme“ (und ich meine das nur in seinem geistigen Sinne, nicht, dass man mir hier anderes unterstelle!) ist tatsächlich zum Kotzen. Lauwarme Milchbrüder. Weiche Milchsemmeln. Lauwarm-weiche Milchsemmelbrüder!

Selbst, wenn Corona die gefährlichste Seuche der Welt wäre, müsste man noch die Heilige Messe feiern, denn sie ist die Arznei für etwas wichtigeres als unser erbärmliches Leben hier: Sie ist die Speise des EWIGEN LEBENS.

Aber freilich, wird die Bischofskonferenz sagen: „So ein Satz gehört sich nicht (!), da könnten ja Andersgläubige oder Atheisten oder Coronagläubige in ihren Gefühlen(!) verletzt werden! Daher zeigen wir lieber, was für angepasste lauwarme Mitbürger wir doch sind! Vielleicht tätschelt uns dafür irgendwer das Kopfi!“


6 Responses to “die virtuelle Pest: laulauwarme Kirchlein”


  1. Januar 24, 2021 um 8:16 pm

    Das ist alles sehr traurig und sehr wahr und in der evangelischen Kirche ist das mindestens genauso schlimm. Ich denke gegen den Coronakult ist der Tanz um das Goldene Kalb ein Kindermärchen.

    • 2 Kardinal Novize Igor
      Januar 24, 2021 um 9:26 pm

      Vielleicht liegt aber ein Lichtschimmer darin: Das Erkennen eines Problems deutet die Lösung an; es lässt die Katharsis ahnen.

      Unterdessen freilich toben in den niederen Schichten Wahnsinn und Verblendung. Die niederen Schichten finden wir in den Medien gespiegelt. Da wird zur Zeit John Ioannidis, der bedeudendste Mediziner unserer Zeit fleißig ignoriert. Er hat nämlich eine Studie herausgebracht, in der dargelegt wird, dass der strenge Lockdown nichts bringt….

      LG KNI

      • Februar 9, 2021 um 1:28 pm

        Doch, der Lockdown bringt durchaus etwas, nämlich genau das, was er soll, den Ruin der Weltwirtschaft und den Tod des Mittelstandes, Armut für alle und grenzenlosen Reichtum für die Veranstalter dieses perfiden Theaters.

    • 5 Kardinal Novize Igor
      Februar 6, 2021 um 2:24 am

      Auf welchen Aspekt bezieht sich deine Frage?
      LG KNI

      • Februar 27, 2021 um 9:30 pm

        Nachdem offensichtlich nur die Reichen und Mächtigen von diesem Corona-Rummel profitieren, liegt der Verdacht nahe, dass sie es auch sind, die ihn veranstaltet haben.

        Aber mir geht das eigentlich zu weit. Es ist nur mal wieder eine Laune der Natur, und „die da oben“ haben gelernt, sich die Launen der Natur zunutze zu machen, während die da unten nur unter der Natur leiden.


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