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Die virtuelle Pest, Teil 4: Fließendes Wasser

Aus der Massenpsychologie weiß man: Makroskopisch betrachtet, verhält sich der Mensch wie fließendes Wasser. Man kann das Verhalten von Menschen in der Masse berechnen, beispielsweise wenn in einem Fußballstadion ein Feuer ausbricht. Mit hydrodynamischen Gleichungen kann man die Menschenströme simulieren. Von wegen: Individualismus!

Vielleicht kann man damit klären, ob Medien und Politik bezahlt werden für den Schwachsinn, den sie verzapfen, oder ob sie das freiwillig tun. Braucht es einen Bill Gates, um die momentane Massenpsychose zu erklären? Der Mensch der Abklärung sehnt sich nach Konvention. Der Rationalismus scheint ihm, wiewohl er den Verstand nie genützt hat, ausgereizt, auch die Provokation der Moderne ist ein alter Schuh. Die Metaphysik ist verkümmert wie die Beine eines Rollstuhlfahrers: Selbst, wenn da wieder eine Verbindung nach oben wäre, eine Nervenleitung zur Bewegung der Füße, die Beine würden nicht mehr tragen.

Gutes Benehmen“ ist das Zauberwort. Ein Abwägen von Fakten und die schonungslose Suche nach Wahrheit ist abgelöst worden durch Benimmregeln. Eine Meinung ist dann richtig, wenn „sie sich gehört„, und sie ist falsch, „wenn sie sich nicht gehört“. Und wenn jemand eine „falsche“ Meinung hat, dann hat er nicht einfach Gebrauch von der Meinungsfreiheit gemacht, sondern er hat sich „schlecht benommen“. Solchen unerzogenen Flegeln wie Dr. Konstantina Rösch oder Dr.Bodo Schiffmann, die das Corona-Narrativ hinterfragen, kann und soll man die Existenzgrundlage entziehen, das Konto sperren, sie mit Berufsverbot belegen!

Denn, wohlgemerkt: Wenn sie einfach nur eine andere Meinung hätten! Aber sie sind ungezogen! Sie sind Flegel! Spielverderber! Good-will-Boykottierer! Partycrasher! Wellnessleugner! Na klar muss man die vernichten! Das ist die Logik der Abklärung, wo man vor lauter Postmoderne schon ganz hysterisch wird. Das nennt man dann „Intuition“! Darum haben im Moment auch die vierkantigen Schwestern Erich Mielkes die Alleinherrschaft. Grob und dumm, aber immer mit Benehmen! Die Stasi der Etikette bestimmt die Meinung! Ich nenne keine Namen, ein jeder hat sein eigenes facebook!

Aber, und das ist die Frage: Wer bestimmt die Benimmregeln (und damit das, was man für Wahrheit hält)? Ist Benehmen nicht immer eine Modeerscheinung? Also bestimmt die Mode das Benehmen und damit die „Wahrheit“. Aber wer bestimmt die Mode? Es sind die Modezeitschriften! Es geht da immer um die reizvolle Kombination um Masse, Neuigkeit und Geld. Letzteres ist selbsterklärend, es muss aber auch für die Masse erreichbar sein! Also der von Versace designte Fummel, der aber dann in Massenproduktion geht. Da kann man sich gleich als Insider fühlen!

Die Corona-Mode hält jetzt schon ein Jahr, und alle Tageszeitungen fühlen sich als Meinungs-Cosmopolitan! Das Virologie-Kleidchen sitzt perfekt und das auch noch schulterfrei! Alles andere ist Feinripp dagegen. Eine Modeerscheinung bedarf der Synchronisation: Auf einmal tragen alle das Gleiche, und niemand weiß, warum. Kein Wunder, dass nun jeder diesem magischen Zirkel weiblicher Magie angehören will!

Irgendwann weiß niemand mehr, warum man diesen oder jeden Fummel für schön befunden hat. Aber wie ist das passiert? Ganz einfach, indem Cosmopolitan und Vogue (und wie die ganzen Buntblätter alle heißen) auf einmal für die selbe Sache Werbung machen. „Unabhängig voneinander“ finden sie dasselbe schön. Da haben wir sie schon, diese Magie! Und mit dem Corona-Medien-Kleidchen ists nicht anders. Freilich, diesen synchronisierten Medienauftritt muss irgendwer finanzieren. Will man das bei allen wichtigen Medien zugleich machen, wird es teuer, aber es soll Menschen geben, die sich das leisten können. Vor allem, unter uns gesagt, man muss ja nicht alle zahlen!

Wie gesagt, der Mensch sehnt sich nach Konformität, und so braucht man nur das politische Cosmopolitan Reuters und die New York Times zu bezahlen, der Rest plapperts ohnedies nach: man ersehnt es, sich gut und slick benehmen zu können! Endlich zu zeigen, wie angepasst man ist! Übrigens: die SS-Uniformen sind von Hugo Boss designed worden!

Also ja: Auch Modekrankheiten bedürfen des Geldgebers. Ob diese freilich auf eine schon existierendes „must have“ aufgesprungen sind und es multiplizieren, oder den spike-Protein-Fummel selber produziert haben in ihrem Atelier in Wuhan: Darum müssen sich dann jene Wissenschaftler kümmern, bei denen weiße Mäntel wieder out sind und die keine Mielke-Schwestern mehr als Groupies haben. Also quasi die Feinripp-Unterhosen-Wissenschaftsfraktion mit den braunen (nein, nicht politisch!) Streifen am weißen Textil.


4 Responses to “Die virtuelle Pest, Teil 4: Fließendes Wasser”


  1. März 26, 2021 um 8:40 pm

    Der Artikel gefällt mir gut

  2. Mai 7, 2021 um 10:13 pm

    Ich bin leider erst jetzt auf Deine Artikel über Corona aufmerksam geworden.

    Und auch ich glaube, dass es viele „Trittbrettfahrer“ gibt, die sich ihren Teil vom „Corona-Kuchen“ abschneiden wollen und die Situation bewußt „befeuern“.

    Trotzdem denke ich, dass das wahre Problem immer noch die Tatsache ist, dass wir nicht nachhaltig wirtschaften.

    Anfangs – im März 2020 – war ich total erstaunt, wie schnell – binnen 4 Wochen – wir die menschliche Wirtschaft auf das „notwendige“ Maß zurückfahren konnten und es erfüllte mich mit gläubigem Optimismus.

    Ich habe jetzt auf meinem Blog begonnen, mir über „Nachhaltigkeit und Regionalismus“ Gedanken zu machen:
    https://letztersein.com/2021/05/07/die-familie-als-keimzelle-des-staates/.

    Schaut doch mal vorbei.

    lg
    Christoph

    • 3 Kardinal Novize Igor
      Mai 8, 2021 um 2:07 pm

      Das Problem ist aber, dass die Wirtschaft nicht gedrosselt, sondern bloß umgeleitet wurde: Das Geschäft, das früher die kleinen Einzelhändler machten, macht jetzt Amazon. Und statt Büchern und Sport gibts jetzt den AstraZeneca-Scheißdreck, den man uns zwingen will, zu impfen.

      LG KNI


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