Archive for the 'Atheismus' Category

14
Feb
11

zeitalter der abklärung? (2)

So, hier also die Fortsetzung.

Wir befinden uns, wie ich glaube, im Zeitalter der Abklärung.

Einige Merkmale: Wir lassen uns nicht mehr provozieren. Im Umkehrschluß regiert allerdings die Abstumpfung und die Ignoranz.

Die Vernunft nimmt zwar einen einerseits allherrschenden Stellenwert ein, andererseits sind die Menschen deswegen nicht vernünftiger, als zu anderen Zeiten. Vielmehr scheint es sich um einen Religions-Ersatz zu handeln, in dem Sinn, dass Vernunft etwas für Spezialisten sei, und diese haben sich um das Funktionieren der Welt zu kümmern. Und damit eben jenen Stellenwert einnimmt, den zuvor die Religion innehatte.

Damit zur nächsten Wurzel dieses Zeitalters, der Wissenschaft:

Keine Frage, die Wissenschaft befindet sich auf einer Hochblüte. (Fast) nichts ist in den letzten 1000 Jahren verloren gegengen, viel hingegen wurde entdeckt. Keine Frage, dass das einer der Hauptmotoren für die Herrschaft der Vernunft wurde.

Eines allerdings ist dadurch verloren gegangen: Der Begriff der Intuition. Das Erfassen des über der Vernunft stehenden.

Und so sind es nun die Wissenschafter, die uns das Über-vernünftige auch gleich zu erklären versuchen: Ein Dieter Hattrupp leitet aus der Quantenphysik eine mystische Schau Gottes ab, was ja so weit legitim ist, allerdings kommt er immer einem Gottesbeweis gefährlich nahe. Nur funktionieren Gottesbeweise zwangsläufig nicht, da sich Gott (seine Existenz einmal vorausgesetzt) nicht in irgendeiner Kategorie oder Wissenschaft einfangen lässt.

Ausserdem müßte ein Gottesbeweis wohl sehr kompliziert sein: Damit hätten aber hochintelligente einen klaren Vorteil bei der Gotteserkenntnis. Intelligente wären heiliger als Dumme. Und das trifft nicht zu, das widerspricht der göttlichen Gerechtigkeit.

Legitim ist, aus der Betrachtung der Schönheiten der Natur, dazu gehört auch die kosmische Natur mit Quantenphysik und Relativitätstheorie, eine persönliche Schau Gottes zu suchen, nicht legitim ist es, wie es Hattrupp zeitweise vornimmt, über Vernunft-Spielereien Gott allgemeingültig herbeizwingen zu wollen. Damit wird die innere Freiheit beschränkt, und die höchste Schau auf jeweils ein Fachgebiet begrenzt. Mystik für arme, sozusagen.

Dasselbe in grün finden wir freilich auch bei den Atheisten, vor allem bei den Biologen. Diese wiederum glauben, über die Evolutionstheorie die Nicht-Existenz Gottes bewiesen zu haben. Zwei Namen fallen mir dazu ein: Richard Dawkins, ein Genetiker, und Renee Schröder, natürlich auch im molekular-biologischen Feld tätig.

Im Brustton der Überzeugung nutzen sie ihre wissenschaftliche Reputation, um metaphysische Weisheiten, in jenem Fall: die Nicht-Existenz Gottes zu verkünden, und jeden für blöd zu erklären, der ihrer Lehre nicht folgt. Ein klarer Fall von Kompetenzüberschreitung. Dauernd ist hier von biologistischem Zufall die Rede, ohne eine Begriffserklärung durchzuführen. Andererseits seien die Ergebnisse der Evolution statistisch determiniert, also brauche man keinen Gott.

Nur: Erstens versucht kein vernünftiger Mystiker, Gott zu beweisen, schon gar nicht in der Biologie. Ausserdem kommt in der Statistik der Evolution der Begriff „Zufall“ eben wieder vor, und hinter „Zufall“ kann sowohl ein systematisches Unwissen stecken, als auch eine tatsächliche Indeterminiertheit (siehe Quantenphysik). Hier wäre tatsächlich Platz für ein Wirken Gottes. Die Betonung liegt auf „wäre“, denn ob da, im Raume das Zufalls, Gott tatsächlich wirkt oder nicht, bleibt weiterhin offen.

Wir wissen es nicht. Hattrupp weiß es nicht, und Schröder weiß es nicht.

Oder, wie es im Buch Kohelet heißt: „Es gibt keinen Vorteil unter der Sonne.“ (Koh, 2, 12)

Aber vielleicht ist das gar nicht die Frage, um dem Zeitalter der Abklärung näher zu kommen. Ein Fachmann steht ja, in seinem Fach, über seiner Zeit (aber auch nur dort).

Interessant ist vielmehr, dass auch, und gerade, Gottes-Diskussionen unter einfachen Menschen immer irgendwann ins Wissenschaftliche abdriften. a manifestiert sich die Abklärung: Vernunft statt Intuition, im übrigen ist Religion Sache der Spezialisten. Die Masse sieht sich als agnostisch.

Damit zur letzten Wurzel der Abklärung: Der Wirtschaft.

Während der abklärerische Mensch im Allgemeinen die Sicherheit sucht, und zwar die absolute Sicherheit, scheint in der Wirtschaft das resignative Element den Vorzug haben.

Einerseits wird das Leben im rechtlichen Bereich bis ins Kleinste und Absurdeste durchreglementiert; das geht so weit, dass man in der Pädagogik „Kreativität“ zu definieren versucht, was natürlich total in die Hose geht. Getreulich dem Motto: Pseudo-Vernunft statt Intuition.

Andererseits herrscht in der Wirtschaft Anarchie. Näheres zu sagen erspar ich mir, das ist hier schon geschehen. Interessant aber der Stehsatz: „Da kann man nichts machen“. Typisch Abklärerisch.

Da trifft sich die Abklärung in der Politik. Wo kein Politiker mehr für irgendetwas steht, haben wir die Wahlmöglichkiet verloren. „Ich wähle das kleinste Übel“. Abklärerischer geht es nicht mehr.

Es soll einmal Zeiten gegeben haben, da sich Politiker aus Interessengruppen rekrutierten. Die gewußt haben, was sie für ihre  Gruppe wollen. Die klare Ziele formulieren konnten.

Heute suchen sich Politiker ihre Zielgruppen aus; vorzugsweise die stärksten (zb. den Pöbel oder die Pensionisten). Das bringt Wählerstimmen. Sie identifizieren sich nicht mehr im geringsten mit den von ihnen Vertretenen. So werden keine Interessen mehr formuliert, sondern dem Volke eingeredet, wofür es sich zu interessieren habe. (Vorzugsweise für Tigerbabies und Folterstrafen für Drogendealer).

Kein Wunder: Das Zeitalter der Abklärung hat keine Ziele mehr.

Mit der Konsequenz, dass der Demos, das mündige Volk, zum Ochlos wird, zum Pöbel.

Die Demokratie, die Herrschaft des mündigen Volkes, regrediert zur Ochlokratie, der Herrschat des Pöbels- der freilich gesteuert werden kann.

Es ist beschämend für unsere „Eliten“, dass sie die Entwicklung des Demos längst aufgegeben haben.

Es ist zwar richtig, dass es immer willenlose Massen geben wird. Aber es liegt an den „Eliten“, jene Masse möglichst gering zu halten, und so viele Menschen wie möglich der Mündigkeit, also dem Demos,  zuzuführen.

Da aber die meisten der selbsternannten Eliten nur dumpfe Kinder ihrer Zeit sind, vermögen sie ihr menschenverachtendes Bild nicht mehr zu hinterfragen. Dass ein dummer „unvernünftiger“ Mensch, der aber die Liebe (also: den Hl. Geist) in sich hat, mehr wert ist, als ein kalter Intellektueller, passt nicht in das selbstherrliche Bild der Ober-Abklärer. Das würde nicht in das Bild einer welt-beherrschenden Kaltschnäuzigkeit passen.

Da will auch ich lieber ein Narr sein, aus Solidarität ein Behinderter, ein Krüppel, ein Armer, ein Dummer:

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

 

08
Feb
11

zeitalter der abklärung?

Auf die Frage, welchen Zweck es habe, die Zeit in Zeitaltern zu kategorisieren, und ob das nun ein Versuch sei, die Welt zu erklären (wieder einmal), würde ich antworten, dass das Definieren eines Zeitalters, sei es nun Renaissance, Barock, Aufklärung, Romantik……eine stilistische Einordnung darstellt, die ungefähre Abgrenzung einer geistigen Modewelle (die freilich recht niedrige Frequenzen aufweisen, so ca. eine Schwingung pro 50 Jahre); dass also die Beschreibung eines solchen Zeitalters die Welt nicht zu erklären versucht (was ja zum Scheitern verurteilt wäre), sondern vielmehr das Vorhandene beschreibt, vor allem: Die Anschauung der Menschen auf die Welt (und auch das nur in der Tendenz).

Oder so:  Nicht die Welt wird erklärt, sondern, im besten Fall, wie die Menschen versuchen, sich in jener Zeit die Welt zu erklären. So sehr es uns auch an Welterklärungen mangelt (es gibt keine); der Versuche hierzu gibt es zur Genüge.

Um zur Sache zu kommen: Das aktuelle Zeitalter scheint mir ein Gegenstück zur Aufklärung zu sein, nicht aber das komplette Gegenteil.

Die Vernunft nimmt einen großen, fast schon hypertrophen Stellenwert ein, ohne derethalben gefeiert zu werden, wie das in der Aufklärung der Fall war; eine Vernunft ohne Pathos, sozusagen. Der Ersatz für Letzteres wird in Distanz und Zynismus gefunden: Im Gegensatz zur Pionier-Stimmung der Aufklärung herrscht Endzeit-Lethargie.

Alles in allem trifft es das Wort Abklärung recht gut:

Wir befinden uns im Zeitalter der Abklärung.

ABklärung im Gegensatz zu AUFklärung.

Wir haben alles verstanden. Die Vernunft haben wir passiert, jetzt liegt sie hinter uns. Was wir nicht verstehen, das ist nicht zu verstehen, es liegt im Bereich des Chaostheoretischen; im Zufall.

Darum ist uns fad. Der letzte Witz ist erzählt. Wir sind abgeklärt.

Wie jedes andere Zeitalter auch, hat die Abklärung mehrere voneinander unabhängige Wurzeln, die aber im Resultat ineinander greifen.

In der Kunst: Wir leben im wohl ersten Zeitalter, in der Provokation schlicht unmöglich geworden ist. Die vollkommene Durchsetzung der Aufklärung hat hat Ruhe und Frieden zwischen Kunst und Bevölkerung geschaffen. Friedlich existieren Iron Maiden, Lars von Trier und der ex-adelige Lodenmantelträger parallel vor sich hin, ohne Reibungspunkte.

Sich nicht provozieren zu lassen, ist wohl das Signum der Abklärung schlechthin.

So friedvoll die dadurch entstandene Ruhe sein mag:  Sie ist von blanker Ignoranz kaum mehr zu unterscheiden. Die Abstumpfung wird spürbar.

Also sind die Künstler gezwungen, sich auf andere Weise des Publikums zu versichern. Die Zielgruppen-Kunst ward geboren. Ein jeder bedient sein Publikum: Das Musikantenstadl die unterste Schicht, Glattauers, Franzobels und Kehlmanns schreiben gängige, unterhaltsame Büchlein, die sicher nicht schlecht sind, aber nicht wirklich Anspruch auf das große Neue erheben.

Überhaupt ist „eine Geschichte erzählen“ wieder sehr en vogue, der experimentelle Roman eher etwas böses. Man könnte auch von der freiwilligen Wiederkehr des Biedermeier sprechen.

Marlene Streeruwitz und Co. bedienen ihre feministische Klientel; jede Zielgruppe hat ihren Künstler. Bei einem Film weiß man zumeist nach fünf Minuten, welche Zielgruppe er bedient.  Damit erweist sich die Kunst wieder einmal als Kind ihrer Zeit, und es ist jene des untergehenden Neoliberalismus, der die Menschen in Konsumentengruppen einteilt. Dazu später.

Interessant wäre, zu diskutieren, warum das Ende der Provokation nicht eher zu einer radikalen Hineinwendung in das subjektive „Ich“ gefunden hat, in eine Versenkung in den eigenen Geist. Vielleicht deshalb, weil Kunst und Kontemplation nicht ein und dasselbe ist. Weil Künstler und Mönche nicht die selben sind. Weil sich das Innerste nicht ausdrücken lässt. Und, bösartige Unterstellung meinerseits: Weil sich die meisten dieser künstlerischen und eben durch diese Zeit emporgeschwemmten Langeweiler vor einer Konfrontation mit dem Innersten Ich fürchten. Da würden sie nämlich Dinge sehen, die ihrer Abgeklärtheit bald den Garaus machen würden.
Zu guter Letzt sei freilich, um dem totalen Kulturpessimismus vorzubeugen, gesagt, dass sich jede gute Kunst immer über ihre Zeit erhebt.  Den qualitativen Filter haben andere Jahrhunderte anzulegen. Nur wenige Namen werden, wie von den anderen Jahrhunderten auch, zurückbleiben. Die nämlich, die ebensowenig ihrer Zeit verhaftet sind, wie Beethoven dem Biedermeier. (Zur Zeit Beethovens war der berühmteste Komponist ein Herr Kotzebue. Der freilich hat streng nach der Mode komponiert…). Aber, wie gesagt, ein paar Namen werden verbleiben….

 

In der Politik: Seit mehr als 60 Jahren herrscht in Europa Friede und einigermaßen Gerechtigkeit. Wir leben sozusagen in der besten aller Zeiten.

Um nun diese Gerechtigkeit zu stabilisieren, wurden juristische Institutionen geschaffen, die sich um Lauf der Zeit auf ein gigantisches Maß gebläht haben. Auf einen Techniker/Naturwissenschafter kommen 10 Wirtschafter und Juristen, die das von jenem einen produzierte Gut verteilen und verwalten (und dabei selbst am besten verdienen). Und langsam droht das System, das beste aller Zeiten, zu kippen. So weit, so paradox.

Nun, das ist das Resultat des Größenwahns, für jegliche Eventualität vollkommen konsistente Gesetze entwickeln zu können. Hätte man Gödel gelesen, wüßte man, dass das nicht geht. Ein Wahn, der sich aus wiederum aus der Hypertrophierung der Vernunft ableitet. Nur, wer die eigene Vernunft für anfehlbar hält, maßt sich an, das ganze Leben bis ins kleinste Detail zu reglementieren.

Damit kommen wir zum abklärerischen Element: Kein Mensch glaubt an eine wesentliche Änderung dieses verfetteten Systems, das der gesamten Gesellschaft die eigene Trägheit aufzwingt. Man erstickt zwar in kryptischen  Formularen und sinnlosen Gesetzestexten, deren Vollzug einem in ritueller Genauigkeit aufgebürdet werden, aber es verschafft doch eine gewisse Sicherheit, eine Bequemlichkeit.

Diese Bequemlichkiet, gepaart mit der Resignation, nichts ändern zu können, ein leichter Zynismus über allem, ist natürlich typisch abklärerisch. Das Wesen des Phlegma leuchtet da durch: „Es ist zwar alles schlecht, aber doch nicht SO schlecht, dass wir nicht darüber lachen könnten.“

Und keine Frage, diese Einstellung ist menschlich, sogar positiv-menschlich, sie verhindert Kriege, sie nimmt sich selbst nicht wichtig, sie ist sozusagen verzeihend, droht aber immer ins Ignorante abzustürzen.

Ein weiteres Paradox ergibt sich daraus: Dass man just jenen Institutionen, die man verachtet, als einzigen das Potential zur gesellschaftlichen Wandlung zutraut: Die Lehrer, also die institutionalisierten Arschlöcher der Nation, sollen sich um die ganztägige Erziehnung der Kinder samt Persönlichkeitsbildung kümmern, ein Arschloch von Lehrer soll mein Kind zu klein-Mozart machen;

die unbeweglichsten Institutionen sind ausgerechnet die Gewerkschaften, die ja eigentlich Revolutionäre von Berufs wegen sein sollten;

In jener Zeit der „großen Freiheit“ traut man sich kaum mehr, irgendeine eigenständige Aktion zu starten, weil man sonst gegen 50 000 Paragraphen verstößt (die man freilich alle nicht kennt) usw. usf.,

und über all dem thronen die farblosesten Politiker aller Zeiten.

Wozu schreib ich das? Das wissen wir doch schon allle! Weil: Wir sind abgeklärt! Wir wissen doch alle schon alles! Und ändern können wir doch nichts!

Aber interessant, wie über all dem der Duft der Kaffeehaus-Revolution liegt. Weil: Jedes Zeitalter trägt ja schon die Wurzel des Gegen-Zeitalters in sich.

Und zu guter Letzt: Das Zeitalter der Abklärung in der Religion.

Natürlich hat es die an Religion Desinteressierten immer schon gegeben. Neu ist allerdings, dass diese automatisch dem Agnostizismus zugeordnet werden bzw. einfach in diesen hineinfallen, während diese in früheren Zeiten doch oberflächlich-lustlos den katholischen Riten gefolgt sind.

Da wirkt unser Zeitalter ehrlicher. Ist es diesbezüglich wohl auch. Andererseits fällt aber immer wieder die atheistische Heldenpose auf, als ob es ein unfassbares Lebensrisiko wäre, sich heute zum Atheismus zu bekennen. Als ob der atheistische Geistesheld Leib und Leben in seiner zu 85% so wie er denkenden Gesellschaft riskieren würde, wenn er seine ach so total neuen Erkenntnisse über das flying Spaghetti-Monster und „42“ usw. vor seiner Gesellschaft nach dem dritten Mojito preisgibt. Tatsächlich ist es eher umgekehrt: Als Katholik riskiert man mehr, wenn man sich „outet“.

Ja, auch diese Ehrlichkeit ist kompensiert worden.

Tatsächlich ist den meisten Religion aber nur wurscht. Abgeklärt.

Andererseits auch wieder nicht. Da brökelt die Pose: Da scheint die Frage nach dem Höchsten immer noch interessant zu sein, denn kaum fängt man mit religiösen Themen an, hören 5 Leute gebannt zu. Es ist einfach nur so, dass die Agnostiker stilgebend geworden sind. Stil ist aber Oberfläche und drunter siehts ganz anders aus.

Ein Indiz dafür ist aufkommende Esoterik, die meistens wieder, ganz zeitkonform, in irgendeinem Wellness-Schas abgleitet. Logisch: Dinge wie „inneres Ringen“, „die Gottesgeburt im Seelengrund“, die „Kontemplation in der dunklen, der fürchterlichen Nacht“ sind dann doch zu straight.

 

so, das wollt ich Euch sagen, aber da könnte man noch lange drüber schreiben…..



20
Sep
10

Vermischtes (1)

Ja, wie das Herbstlaub so fällt und liegt,  einzeln, dann wieder verweht,

so scheint es auch an relevanten Themen nur Bruchstückhaftes zu geben….

bevor auch das verweht, schreib ichs lieber auf:

Die „Wirtschaftsexperten“ sind sich selbst bei grundlegenden Dingen uneinig: „Steuern rauf“ sagen die einen, „Steuern runter“ die anderen. Linke Ökonomen wie Stephan Schulmeister oder Markus Marterbauer sagen ganz andere Dinge, als zb. rechte Ökonomen wie Streissler oder Schellhorn.

Wie kann das sein? In der Quantenphysik zb. sind die Dinge durch Experiment, Beweis etc. festgestellt worden, die private Ideologie ist Privatsache. Offensichtlich ist Wirtschaftswissenschaft keine Wissenschaft, und die Lehrmeinung hängt stets von der persönlichen Befindlichkeit (habe ich gut gefrühstückt? hat mir meine Mama die Brust gegeben?) ab.

Da stellt sich die Frage: Wozu studiert man so was überhaupt? Was tun diese Typen in ihren Parkas und Ralph-Lauren-Pullis den ganzen Tag?

Aber gut, ein paar intelligente Wirtschaftler gibts auch (wahrscheinlich die, die erkennen, dass „Wirtschaftswissenschaft“ doch eher nur ein Handwerk ist, und darüber lachen können….).

…….

Jetzt war der Papst mal wieder wo.

Und mir geht dieses flache Gefasel sowohl der Atheisten als auch der Christen am….am…ja, wohin eigentlich?

Am Interessantesten war da noch ein Posting, der gemeint hat, er lässt die Kirche links stehen, und betet zu SEINEM Gott.

Ein anderer erwidert ihm, dass er dann Gefahr laufe, vom rechten Glauben abzukommen, usw. usf., weil er sich dann seinen Gott selber bastle.

Nur, denke ich mir: Ist es nicht Gott, der sich uns bastelt? Und wo tut er das? Zu Hause, in der Kirche? Hm.

Einerseits, denke ich mir: Stimmt, man braucht Kirche nicht. Gott bereitet sich den Menschen selber zu….und ganz ehrlich, wenn ich bei aller Unvollkommenheit schon weiter bin als mancher Kardinal (Sodano), dann bleib ich wirklich lieber allein (modernes Eremitentum?)

Andererseits: Da, in der Kirche, habe ich meine Brüder und Schestern, und ich denke mir, man kann Weihnachten nicht allein feiern. Und wenn man schon keine Meister findet, so doch Mitbetende, und die können einem auch helfen.

Aber diese Erfahrung kann wieder nur einer machen, dessen Gebetserfahrungen schon so weit sind, dass er sie formulieren kann – und damit anderen sagen….

Oh ja, da hat die Kirche Aufholbedarf…..

So also verfliegt das Laub, im Herbst, und dort hinten, im Eck, sammelt sichs manchmal.

30
Jun
10

ein katholischer Obstsalat

Ja, die Situation in der katholischen Kirche lässt sich mit einem Obstsalat vergleichen.

Da gibt es die eingeweichten Bananen mit leichter Schleimschicht in der Obstsauce schwimmend, die Äpfel, die immer zu hart sind und, trotz stundenlangen Dümpelns, zu sauer, oder aber die schon braun vergammelten Apfelstückerln, die mehligen Birnen, während von Seiten der Snobisten Mangos und Litschis hineingeworfen werden, und manche Perverse wollen sogar Rosinen, diese braunen Schlatzhaufen, im Obstsalat gesehen haben.

Und ganz besonders abartig wirds, wenn wir darüber noch Joghurtsauce kippen……..die Früchte scheinen sich zu widersprechen, ja mehr noch, die Unmöglichkeit der Existenz der jeweils anderen Frucht zu diagnostizieren.

Die Kirche hat freilich noch viel mehr Früchte und viel mehr Saucen in noch viel abstrakteren Aggregatszuständen parat, hier ohne Anspruch auf Vollständigkeit hier eine Liste der Zutaten:

Kardinal Schönborn schreibt seine Predigten in der Kronen Zeitung, ausgerechnet in jenem Blatt, in dem Gedichte auf Führers Geburtstag geschmiedet werden.

Die alten Klosterschwestern im einen Kloster sind politsch am rechten Rand des Rechtsaußenflügels der rechten Fraktion im konservativen Lager der ÖVP zu suchen. Sie sind aber irrsinnig lieb und fürsorglich und geben wirklich jedem Sandler was. Es ist von vornherein klar, dass eine politische Diskussion mit diesen alten Damen einfach nur eine Themenverfehlung wäre. Vollkommen sinnlos. Jetzt freuen sie sich wie verrückt auf den Weihbischof, der kommt sie besuchen, ein abgeschlatztes Bubi, dass um 40 Jahre jünger ist als die jüngste Schwester dort.

Ein anderer Weihbischof macht Yoga und sein Motorrad steht draußen vor der Tür, die Messe als chill-out, freilich regt sich der Priester auf, dass die Predigt nicht „katholisch strukturiert“ war.

Die ÖVP-Granden (zb. Andreas Khol), die jahrzehntelang der neoliberalen „Gier ist gut“-Doktrin gehuldigt haben, und damit eher der Gewissenskirche der „Scientology“ zuzurechnen waren, betreiben nach der Pensionierung eine seltsam softe “ katholische Laieninitiative“. Jetzt neu, gegen den Papst! Altersdemenz oder Schizophrenie?

Undank ist der Welten Lohn. Derselbe Papst Benedikt hat für G. W. Bush, Berlusconi und Konsorten Wahlempfehlungen abgegeben.
Derselbe Papst ist aber auch gegen den Mörderkapitalismus, wie er jetzt fröhliche Urständ feiert.
Und interessant: Ich glaube dem Papst beides.

Und jetzt eine Sauce: 20 000 Seiten Karl Rahner zum Einweichen. Der menschgewordene Kompromiss. Wenn es einem gelingen kann, eine Ökumene zwischen Margret Thatcher und Leonid Breschnew zu bauen, dann ihm.

Kardinal Schönborn hat freilich recht: Um den Menschen zu predigen, braucht man die auflagenstärkste Zeitung. Und dann muß man halt dem Dichand ein Requiem halten, jenem Lustgreis, der noch mit 70 Jahren kleine Mäderl (volljährig, keine Sorge!) in seine Döblinger Absteige verzaaht hat…..

Aber: Ist nicht auch Jesus ins Puff gegangen? Hat nicht auch er den Huren gepredigt? Oder seh ich da jetzt was falsch?

Die heilige Afra war Hure und liebes Mädchen zugleich, nach der Taufe freilich nur noch liebes Mädchen. (Jedenfalls: „Jungfrau“, wie in zensierten Darstellungen zu lesen, war sie nicht.)

Warum werden HEUTE immer nur Habsburger, und nie Huren heilig gesprochen? Ist man als Degenerierter automatisch heilig?

Derselbe Sandler, der gestern von den ÖVP-Klosterschwestern versorgt worden ist, wird heute vom TransFemiGender-Bobo mit linksSozioAktiver MultiIntegrationsKulturInnen so richtig abgeschaselt. Dabei kann er genauso widerlich arrogant dreinschauen wie der Herr Komm.Rat Dkfm. Christian Braunhauff-Romaniani, der für Leistungsgesellschaft, Elite und Zwangslager für Arbeitslose eintritt; und gerade aus der Sonntag-9-Uhr-Messe (die einzige Messe für den wahren Christenmenschen, früher gehen nur die Fanatiker, später nur der linke Abschaum!) kommt, und überhaupt gegen den sozialistischen Sozialstaat ist.

Also der linke Abschaum, das sind diese Zottelhaar-Christen die a) entweder mit irgendwelchen Gitarren herumlaufen und Sonnenblumen sammeln oder b) Kant, Marx oder Adorno lesen oder Handke, Jonke, Bernhard, Wittgenstein, Mayröcker, Beckett (ja ich hör eh schon auf) oder c) sich mit so komischem Zeug wie Meister Eckhart und der Kontemplation beschäftigen, und dabei noch irrer werden, als sie eh schon sind. Die sitzen zwischen den Stühlen, sind für die Atheisten schwachmatische Reaktionäre, und für Komm.Rat Dkfm. Christian Braunhauff-Romaniani stalinistische Verräter.

Und wissts ihr was? Dieser Abschaum und die ÖVP-Klosterschwestern sind die besten Freunde! Nach der Messe tragen diese Abschaum-Christen die Bibelkisten in die Sakristei, dafür gibts von den Klosterschwestern Himbeersaft und Guglhupf. Und dann sitzen sie zammen und reden so weltfremdes Zeug wie über die innere Freude, die Gelassenheit, über das unfassbare Opfer Christi, und über die Auferstehung.

Und jetzt eine weitere Sauce:lumen gentium“, das Konzilskompendium. Über diese Sauce vermag ich nichts zu sagen. Denn wer Zeit hat, das zu lesen, hat entweder noch nie gelebt, oder heißt Karl Rahner.

Durchdrungen von den Saucen sind die „Halleluja-Schlümpfe„. Sie sind der weichste Teil des Obstsalates, sie sind EXTREM GUT. Sie sind tatsächlich SO GUT, dass sie überhaupt nicht mehr wissen, was das Wort „Böse“ heißt. Darum sind sie auch zu dauerndem Lächeln verpflichtet. Sie hören nur Kinderlieder, wo dieses häßliche Wort (und ähnliches) nicht vorkommmt. Nur hin und wieder halten sie es nicht mehr aus, und dann kotzen sie – nur für Sekunden, versteht sich – eine Gift-und Galle-Mischung heraus, gegen die jede nukleare Verseuchung ein Kräuterheilbad darstellt. Aber dann lächeln sie wieder. Süßlich. Künstlich. Ihre Lieblingsbibelstelle ist übrigens jene vom barmherzigen Samariter.

Während sie zum linken Abschaum-Christen des Typs a) gewisse Ähnlichkeiten aufweisen, wirkt der Abschaum-Christ des Typs c) eher als Katalysator auf sie, nämlich die Gift-und-Galle-Mischung direkt auf jene loszulassen.

Der Schönborn ist zweifelsohne mit den Halleluja-Schlümpfen verwandt (so windelweich, wie er im Fernsehen rüberkommt, ist er nicht), aber nicht nur. Da sind tatsächlich auch Genmaterial vom Abschaum-Christ Typ a) und b) vorhanden, aber auch eine Verwandtschaft zu den ÖVP-Klosterschwestern. Ja, der Schönborn kanns ordentlich, der kann wüten. Leute absetzen, Briefe schreiben, Briefe vor die Tür legen! Na serwas! Aber der Furor hat auch sein Gutes. Jetzt hat er mit seinem Laserschwert in die Popoöffnung Vatikan hineingeleuchtet, diesen für Laien undurchsichtigen Intrigantenstadl, und tatsächlich eine Eiterbeule entdeckt. Eine sodanoische Eiterbeule. Vorname: „Engel“. Ja, ganz kardinalsrot ist sie, diese Beule, und liefert unserem Obstsalat die Macht-und Eitersauce.

Ganz ehrlich, der Schönborn ist in meiner Achtung gestiegen. Und zwar gewaltig.

Jetzt hat der Papst, nächste Zutat, Angst gekriegt, weil man so tief in das Popoloch hineinschauen kann, er hat Angst gekriegt, das Popoloch könnte mißbraucht werden – womit er ja recht hat!- und hat es ganz schnell wieder zugemacht. Und mit Wachs versiegelt. Er ist, das meine ich ernst, tatsächlich gegen Mißbrauch! Aber es ist halt etwas anderes, ob ich chirurgisch einen Abszess entferne, oder schlicht zum Grund niedrigster Befriedigung irgendwas dort hineinstecke. Das eine gibt die Würde wieder, das andere nimmt sie.

Aber damit beende ich die Zutatenliste NICHT!

Sondern mit dem Christen ohne Eigenschaft, der irgendwie ausschaut, irgendwas tut, der sich als Teil des Narrenhauses Erde begreift, und darum zugleich über den anderen Narren steht, der von allem etwas hat (Typus a) bis z)), und das auch weiß.

Und der versucht, in dieses Narrenhaus ein bisschen Gott herunter zu bitten.

21
Jun
10

Andreas Khol – ein Pharisäer in Action

Jetzt schreibt der Andreas Khol, der alte ÖVP-Grande, auf:

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/andreaskhol/575302/index.do?from=suche.intern.porta

dass man bei der Mindestsicherung SEHR aufpassen muss, weil ja bis dato alle Sozialleistungen schamlos mißbraucht worden sind!

Meint er damit er damit die Milliarden, die den Banken zugeflossen sind? Die Mindestsicherung, die ERSTE BANK, RAIFFEISEN, etc… zugeflossen sind, damit ihre armen Manager mindestens so fette Boni kassieren wie im Vorjahr (darum das Wort: Mindestsicherung)?

Nein, natürlich nicht. Er meint die 780 Euro, die jene Arbeitslosen, die durch das segensreiche Wirken der Hochfinanz erst zu solchen, nämlich zu Arbeitslosen, geworden sind, vor dem Verhungern retten sollen.

Was? In Österreich kann man nicht verhungern? Na dann fragen Sie mal die Caritas, Herr Khol. Die kann Ihnen Auskunft geben. (Auch wenn Sie die Caritas nicht mögen, weil Sie Ihnen allezeit Ihr eigenes Pharisäertum vor Augen hält, aber dazu später.)

Herr Khol betätigt sich nämlich als Exeget : „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen!“ (2. Thess. 3,3), und, völlig klar, die bösen Arbeitslosen wollen alle nicht arbeiten, weil: alle Sozialleistungen schamlos mißbraucht worden sind!

Zwar meint Khol, der Paulus-Satz habe heute keine Geltung mehr, warum er ihn dann aber überhaupt hinschreibt, bleibt eigentümlich offen.

Weiter unten wird er dann deutlicher: Die Mindestsicherung, sagt er, geht nicht, weil es von Leuten nicht geglaubt wird, dass sie nicht zu Missbrauch führt.

Lieber Herr Khol, die Menschen glauben das, was Demagogen wie Sie ihnen sagen, und das wissen Sie nach 40 Jahren Politik natürlich auch. Und was sagen Sie?

dass alle Sozialleistungen schamlos mißbraucht worden sind!

Na und so ein Zufall: Das Volk plapperts nach.

Abgesehen davon, was ist das bitte für eine Argumentation: Weil irgendjemand glaubt, die Mindestsicherung könnte mißbraucht werden, dürfen wir sie nicht einführen? Wenn jemand glaubt, der Herr Meier von der 8er-Stiege ist ein Mörder, muß er dann sofort gelyncht werden? Ist das Ihr Rechtsverständnis?

Diese Argumentation ist einfach nur lächerlich. Und dann schreibt Khol gegen Vermögenssteuern unter Verwendung des „Bibelwortes“: „jedem das Seine!“ Also: Die Reichen sollen gefälligst reich sein, und die Armen bitteschön verhungern. Sehr christlich, Herr Khol!

Sie wissen aber schon, dass das kein Bibelwort ist?! Das haben der Cicero und ein paar andere Rechtsverdreher Ihres Schlages verwendet,

Und nicht zuletzt: Die Nazis, als Toraufschrift im KZ Buchenwald.

Es mag Menschen geben, die die Mindestsicherung mißbrauchen werden.

Aber Sie, Herr Khol, tun weit Schlimmeres: Sie mißbrauchen das WORT GOTTES für Ihre niedrigen Beweggründe. Leute wie Sie gehören zu den Pharisäern der schlimmsten Sorte, die nicht nur tatsächliche Bibelworte pervertieren, sondern dem Christentum auch gleich noch Nazi-Weisheiten beimischen.

Ich will auf diese Widerwärtigkeit gar nicht näher eingehen.

Nur so viel: Wie viele werden die Mindestsicherung missbrauchen? 10%? 20%? Und abgesehen davon: Wie viel „Mißbrauch“ kann man sich um 780 Euro leisten? Die Heizkosten zahlen? Einmal auch ein Rindflesich essen?

In der Hochfinanz haben praktisch ALLE ihre Freiheit mißbraucht, und ganze Staaten ins Elend gestürzt. Wo ist hier Ihre Missbrauchs-Angst geblieben? Wann haben Sie hierzu einen Artikel geschrieben?

Natürlich nie. Es geht Ihnen nämlich nicht um Mißbrauch, es geht Ihnen nicht um Gerechtigkeit. Es geht Ihnen ausschließlich um die Befriedigung der Interessen Ihrer Klientel, der 0,01% der Bevölkerung in der Hochfinanz. Ganz nach Pharisäer-Manier packeln Sie mit den Mächtigen, weil Sie der Meinung sind, dass sich die Gnade Gottes in Form von Geld über die Menschen ergießt. Gnade ist gleich Geld. Die Reichen haben die Gnade, die anderen nicht.

Ums Geld gehts Ihnen, glaub ich, also gar nicht, Sie wollen nur schlicht die Gnade Gottes (=Geld) mit niemandem teilen!

Das ist aber eigentlich noch schlimmer. Wer so denkt, hat das Christentum nicht verstanden, der kriecht auf allen Vieren, um die 30 Silberlinge aufzuklauben, während Judas  tot am Baum hängt……

12
Mai
10

Der Heuschreckenschwarm- ein Panorama

Ja, die Heuschrecken sind aufgescheucht. Die friedlich grasenden Hedgefonds, Rating-Agenturen Investment Private Equity and Partners and Solution Lehman Brotherhood, die ganzen riesigen Schwärme sind beim Fressen von den bösen Sozialisten und Arbeitslosen und den Parasiten-Getreidefeldern gestört worden und jetzt fliegen sie ehrlich gekränkt umatum, und schauen, ob sich nicht doch noch irgendwo eine Lebensgrundlage zerstören, äh, liberalisieren lässt.

Aber die Frage ist halt, ob die Viecher, wie sie noch in Ruhe dort gesessen sind und liberalisiert haben, nicht doch angenehmere Gesellen waren, als jetzt, nachdem man sie aufgescheucht hat,  jetzt, wo sie Angst haben, die armen Viecherln, und zum Angriff übergehen.

So lieb habms geschaut, die Heuschrecken, wie sie ihre lieben Augerln in alle Richtungen verdreht haben, fast schon zum Streicheln süß! Mit einem Fell von Julius Meinl und kleine Borsteln von AWD! Und die liebenn Zanderln von Moodys und Goldman Sachs! So süß! Aber jetzt müssens halt wem die Lebensgrundlage wegfressen, also jemanden töten, Hungersnot und so, weil die Heuschrecken haben halt den Wettpunkt so gern, und Gier, das wissen unsere Wirtschaftsviecherln, ist was Gutes. Die haben ja auch Werte, und Wertpapiere. SPAREN SPAREN SPAREN! Und Studiengebühren. Weil die Studenten sind so reich. Die werden uns retten. Und die Caritas, die den Sandlern MILLIARDEN in den Arsch schiebt, und den armen Heuschreckerln vorenthält.

Wichtig ist: Die Heuschrecken sind an gar nichts schuld! Es gilt die Unschuldsvermutung! Außerdem haben wir gar nicht die Billionen von Rechtsanwälten, um jeder einzelnen Heuschrecke irgendetwas nachweisen zu können! Freilich, im primitiven Volk kann da ein gewisses Unwohlsein geortet werden, vor allem, weil man es im Horizont ununterbrochen Summen hört, es klingt wie ein ununterbrochenes fernes Donnern, und die Alten sagen (ich meine die ehrenvollen Kameraden, die mit Kreuzen ausgezeichnet, die Treu und Pflicht bewahren, und knietief im Blut der Hippies waten, die braven!), es hört sich nach der Front an,  jo mei!, nach Kanonen, und, ja, nach Krieg, Ehrentod! Unsere Ehre sind Werte, unsere Werte sind Gier und Gier und Gehorsam, wir sterben den Gierentod.

Die Metereologen sagen, die Vulkanasche macht die Heuschrecken ganz wild. Die Heuschrecken machen uns aber auch den schönen Blutroten Sonnenuntergang! Das hat nichts mit Sozialismus zu tun. Die Heuschrecken streuen das Himmelslicht! Transparenz! Wie in den schönen Bauten die nur aus Glas sind! Das sind sozusgen Nacktscanner zum Wohnen! Da können wir endlich das Zumpferl vom Achtzigjährrigen sehen, wie er aus der Dusche humpelt! Wir können ihm beim Nackertsein zuschauen, und dann, wie er krepiert! Der muß nicht mehr ins Spital, die behinderte Spitalsatmosphäre hat er eh schon zuhause!

Werden die modernen architektonischen Glas-Stahl-Bauwerke die Heuschrecken abhalten? Werden wir in ihrer Transparenz so durchsichtig sein, daß die Heuschrecken endlich alles über uns wissen? Durchsichtige Badezimmer, durchsichtige Häusln? Coole Wirtschaftstransparenz? Dass wir eh immer brav nur arbeiten? Die Mullahs haben schon recht, dass sie ihre Moscheen in den Altbauten, wo die Fenster klein sind, da kann man außen groß „TOLERANZ“ und was drinnen, ist, ist Privatsphäre!

Die architektonischen Nacktscanner sind nur für uns da! Man meint es gut mit uns! Wir sind ja nur glücklich, wenn wir für Heuschreckenschwärme arbeiten dürfen, und wir dabei kontrolliert werden während der arbeitslose Abschaum, recht geschieht ihm, auf allen vieren auf den abgegrasten Flächen Heustoppeln und Erde frißt! Dieser soziale Abschaum muß nicht dauernd Kaviar fressen! SPAREN SPAREN SPAREN!

WIR HABEN NICHTS ZU VERBERGEN! Das lehrt uns moderne Architektur, unser Scheißen, Leben und Schlafen gehört allen!, und von außen dürfen sich die Heuschreckenschwärme in den schönen Glasfassaden, an denen die Kotze so schön abperlt, spiegeln.

Transparenz ist das Wichtigste! Aufklärung! Offenheit! Unsere Körperöffnungen, sehr schön zu sehen durch die transparenten Wände unserer lieben modernen Architekten, sollen OFFEN sein, damit uns die Heuschrecken überall hineinkriechen können, ins Arschloch, in den Mund, in die Nasenlöcher. Und, als Werbung, auch in die Ohren.

Und so fliegen die Heuschrecken über unsere schönen Städte, die dank moderner Architektur alle gleich ausschauen, und keine Heuschrecke ist schuld. Weil: Wer sind die Heuschrecken? Kaum habe ich EINE Heruschrecke ausgemacht, versteckt sie sich hinter zehntausend anderen. Und schon für eine können wir uns die Anwälte nicht leisten. Die Heuschrecken sind auch transparent, aber eben auch ein bisserl aggressiv. Sie wollen uns eh nur töten. Aber man sieht sie dabei nicht, weil: keiner kennt sich mehr aus. Das ist nur mehr ein neoliberales Gewurl, das nicht mehr neoliberal sein will.

Zum Glück haben wir in dieser unüberschauberen Zeit den Vatikan, der noch wahre Werte hat. Zum Beispiel: Kardinal darf nur einer sein, der Englisch, Französisch und Italiensich kann, und dabei auch noch Diplomat ist. Der kann mit uns, vorausgesetzt, wir sind minderjährig, mehrsprachig kommunizieren, während wir ihn hinten hineingeschoben kriegen.

Aber nicht alle sind so! Da gibt es auch die kardinalischen Betongesichter, die rasiert, schleimig und betonhart zugleich sind. Welch himmlisches Paradoxon! Das sind ernstzunehmende Gegner für die Heuschrecken. An diesem könnten sogar die Heuschreckenschwärme ersticken. Oder sie lernen voneinander.

Wie dem auch sei, zum Glück ist die Gleichberechtigung der Frauen fast durchgesetzt. Endlich dürfen Power-Frauen auch Heuschrecken sein! Schon 40% der Heuschrecken sind Frauen! Und täglich werden es mehr! Bei Heuschrecken ist Vergewaltigung in der Ehe ein schweres Delikt, nur dann nicht, wenn man dabei zuschauen darf in den transparenten Glasstahlbetonklötzen! Wir haben nichts zu verbergen! Auch Bischöfe sind gerne öffentlich pädophil! Mut zur Hässlichkeit!

Da waren noch ein paar Tai-chi-Meister, und ein paar Meister der Kontemplation. Die waren bei den lieben modernen Architekten in der Lehre. Die haben den Meistern gesagt, was anderes als rechte Winkel existiert nicht. da haben die Meister ihren Flow nur noch in rechten Winkeln zu persolvieren versucht. Komischerweise haben sie alle Selbstmord begangen.

Diese Banausen! Wissen auch nicht, was schön ist!

Aber auch die Architekten, selbstkritsch, wie sie sind, haben darum jetzt alles in spitzen Winkeln gebaut, Glasstahlbeton, versteht sich. Jetzt schauen ihre Riesenklötze zwar aus wie Bruchbuden, die jeden Moment zusammenfallen, und in denen Greise, die nichts zu verbergen haben, aus der Dusche humpelnd ihre Zumpferln herzeigen, aber das ist ja das aufklärerische Element, logischerweise. Jetzt haben die letzten drei Kontemplationsmeister ihren Geistesfluß in spitzen Winkeln zu persolvieren versucht, und wieder haben alle Selbstmord begangen!

Wann werden die endlich lernen, dass der Mensch sich der Architektur anzupassen hat, und nicht umgekehrt!

Ja, so ist sie, die Architektur: Kalt und cool und oarsch, wie der Yuppie der nach der Arbeit in der Bar bei einer guten Line abhängt, bis er halt irgendwann tot ist, wenigstens am Friedhof herrscht Wahrheit. Die Wahrheit ist, keiner wird sich an dich Scheißmanager erinnern, tut mir sehr leid. An Heuschrecken denkt man nicht im lieben Angedenken.

Fassen wir zusammen: Ein unschuldiger Heuschreckenschwarm fliegt, in Begleitung von mehreren Billionen Rechtsanwälten über die Stadt, deren moderne Architektur im Nacktscannerstil die Ankömmlinge trefflich spiegelt. 40% der Heuschrecken sind Frauen. Dass die Heuschrecken töten wollen, ist offensichtlich, aber nicht bewiesen. Auch die allermodernste Architektur, die Glasstahlbetonbruchbuden mit schiefen Wänden baut, und damit Elend vortäuschen will, hält die Heuschrecken nicht wirklich auf. Sie ist immer noch so humorlos und erbärmlich, dass sich die Viecher dort wohlfühlen. Die Gaswände sind die Futlapperl der zur Hure beförderten Kunst, durch die die Heuschrecken ihren neoliberalen Kollektivbeidl schieben. Also den Geldbeidl.

Kollektiv? Ja sind denn alle Stalinisten?

Nein, keine Angst, Leistungsbereitschaft wird noch immer belohnt!

Die Barbara Stöckl, die fürs Gutsein viel Geld kriegt, gibt den kardinalischen Betonschleimgesichtern ein jüngeres Antlitz. Und anregend steckt auch ihr schon ein Heuschreckerl  hintendrin.

Sie ist der Trost in langen Nächten, wenn wir es draußen donnern hören! (Ich wollte sagen: Das Schnarren der Heuschrecken) Ihr Schleim ist noch etwas weicher als jener des Vatikan! Die Sicherheitsorgane filmen unsere durchsichtigen Häuser! Sie sehen unser altes Zumpferl! Das reicht für eine Anklage!

Stöckel lehrt, dass Gutsein und Wellness ein und dasselbe ist. Da weiß sie schon mehr als die Kardinäle. Auf unsere Wellness dürfen wir vertrauen, auch wenn uns die Heuschrecken die Augen ausfressen.

Keine Angst, sollten wir schreien! Das ist ein Ausdruck von Wohlbefinden! Das ist so sicher wie die Tatsache, dass Karl Heinz Grasser unschuldig ist.

Hat ihn schon wer verurteilt? Eben.

In Wirklichkeit sind die Heuschrecken Topmodels, die sich nach Anerkennung sehnen. Sie wollen Mode zeigen.

Und Mode, das ist ja Architektur: Ob sich darin wohnen läßt, ist egal. Die Hauptsache, teuer.

Und da haben wir dann drei Arten des Glotzens:

Das vertrottelte Glotzen der Glasstahlbetonklötze (die Belämmerung), das Glotzen der Heilsbeamten, und das vergängliche, aber milliardenfache Glotzen der Heuschrecken:

Ein Panorama.

14
Apr
10

Richard Dawkins – der atheistische Mullah!

Präpubertäres Atheisten-Burli Dawkins

Jetzt will der Dawkins, selbst ernannter Ober-Atheist von Gottes Gnaden und von seinen pseudo-freigeistigen Lemmingen als Papst verehrt, den Papst verhaften lassen. Weil der Papst vertuscht hat.

Jetzt findet das keiner schön, was in den (manchen) katholischen Internaten passiert, aber es ist immer noch so, dass man Leute nur für Verbrechen einsperren kann, und nicht, weil mir irgendwer unsympathisch ist. Und das was der Papst gemacht hat, ist blöderweise kein Verbrechen. Es war vielleicht nicht hübsch, aber eben kein Verbrechen.

Bis jetzt habe ich den Dawkins für einen – wenn auch schwachsinnigen, so doch an der prinzipiellen Sache interessierten- Atheisten gehalten. Wenn ich mich für die Gottesdikussion interessiere,  ist mir zB. wurscht, was irgendeine perverse Ausformung einer Religion da auf der Erde verbrochen oder nicht verbrochen hat.

Das hat mit der Frage nach Gott genau Nüsse zu tun.

Aber jetzt bleibt er nicht mehr auf der argumentativen Ebene. Abseits von allen (Nicht-)Gottesfragen geht er nun zum Untergriff über mit einer Aktion, die schlicht gar nichts mit der Gottesfrage zu Tun hat, sondern primitivsten Populismus befriedigt. Denn, wie gesagt, was ändert das (Fehl-)Verhalten einzelner Menschen mit der Gottesfrage? Hiermit hat er also das letzte Quäntchen Seriosität von sich geworfen, um in Strachescher Manier billigste Polemik zu betreiben. Kurzum, er hat die Bühne der Diskussion verlassen, und die Arena der Schlammschlacht betreten.

Dawkins, als geistiger Gewalttäter, hat freilich immer das eine mit dem anderen vermanscht, nach dem Motto „Christen sind böse, weil sie Hexen verbrannt haben!“ , und natürlich dass sowieso alle Christen schuld und deppert sind.

Was Dawkins nicht sagt: Dass der Atheismus in 80 Jahren mehr Tote verursacht hat, mehr Kinder geschändet hat, mehr Menschen in das Massengrab befördert haben, als das Christentum in den gesamten 2000 Jahren davor.

Oder war der Stalinismus etwa nicht atheistisch? 25 Millionen Tote in 30 Jahren!
Die Französische Revolution – eine atheistische Gewaltaktion: ein Gemetzel! (aber die brauchen wir nicht einmal für unsere 80-Jahre-Bilanz)
Die roten Khmer, nicht gerade für ihre Religiosität bekannt: 2 Millionen Tote!

UND DAS ALLES IM NAMEN DES ATHEISMUS!!!!!

Wir reden, wohlgemerkt, von den Verbrechen der letzten 80 Jahre! Nicht der letzten 2000 Jahre!

Und Dawkins? Er schweigt.

Er vertuscht. Wie Groer. Wie Papst Benedikt.
Er will nicht wahrhaben, was nicht sein darf.

Uiii! Jetzt hör ich den Dawkins weinen! Jetzt ist er beleidigt: „Aber ich bin doch nicht schuld am Stalinismus! Das hat doch mit MEINEM Atheismus nichts zu tun!“ undsoweiterundsofort.

Ah so? Das hat mit ihrem Atheismus nichts zu tun? Warum ENTSCHULDIGEN Sie sich nicht für die VERBRECHEN?

Und ich, als Christ, soll mich entschuldigen für Dinge, die ich nie getan habe? Hunderttausend Mal? Weil Du, Dawkins, in deiner triefenden Selbstgerechtigkeit nicht genug bekommen kannst von den Erniedrigungen anderer?

Zuerst regst Du, Dawkins, dich auf, dass die Religionen „Dich in der öffentlichen Sphäre belästigen!“ Und dann missioniert ihr mit Euren pseudolustigen pseudointellektuellen Busplakaten penetranter als die Zeugen Jehovas!

Ich Christ, habs nicht nötig, andere Religionen Arsch zu machen, um meinen Glauben mir selbst zu bestätigen. Du, mein lieber Dawkins, tust den ganzen Tag nichts anderes! Du begeilst Dich an Deiner angeblichen „Frei“geistigkeit, die doch nichts anderes ist als eine widerliche Mischung aus Intoleranz, Scientology (Die haben auch eine „Religion“ ohne Gott, nur waren die vor dir da!) und Binsenweisheiten, die Du für die Entdeckung des Jahrhunderts hältst.

Jeder noch so mittelmäßige Mystiker hat dich 10mal im kleinen Finger! Hat alles, was du sagst, 10 Mal widerlegt. Die argumentieren atheistischer als Du, weil sie den Atheismus mehr kapieren als Du es jemals vermagst in deiner bornierten dogmatischen Verstocktheit!

Du bist das Musikantenstadl der „Religionen“, der sich den Religionen für überlegen hält, weil du dir den Florian Silbereisen als Vergleichspunkt (sprich: Die Kreationisten, die Evangelikalen) ausgesucht hast, um deine träge Gehirnmasse nicht über Gebühr beanspruchen zu müssen!

Also gut. Du willst den Papst verhaften lassen. Für Dinge, die er NICHT getan hat.
Hast DU denn eine Quantenphysikalische Gleichung gelöst? Nein, das hast du NICHT getan. Und deswegen wist du VERHAFTET, wenn du nach Wien kommst! Du hast dich auch deswegen NIE ENTSCHULDIGT! Wer glaubst Du, wer Du bist!

Du bist nämlich Biologe. Und manche Biologen haben die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Huch, ich kann den Menschen als Affen beschreiben! Huch, ich kenn den Darwin! Huch, damit weiß ich, dass Menschen würdelose Viecher sind! Huch, ich kann mir das Verhalten von Menschen berechnen! Huch, ich kann den Menschen durchschauen! Und, Huch, damit habe ich bewiesen, dass es keinen Gott gibt! Weil ich, Biologe, Huch, ich Gott Dawkins, habe alles durchschaut! Huch!

Einen Scheiß kannst Du berechnen, Dawkins. Du hast Biologie studiert, weil Du für die Quantenphysik zu blöd warst. Soll ich Dir was über den Indeterminismus von Quantenzuständen erzählen?

Keine Angst, ich beweise Dir Gott nicht mit der Quantenphysik des 20. Jhts. Das habe ich auch gar nicht vor.

Aber Du, Du bloßhapperter Biologe mit deinem Darwin- Holzprügel, beweist schon gar nichts.

Was ist denn „Zufall“, hä? Was heißt denn „Determinismus“?

Bitte nimm deine heiße Luft und steck sie dir in deinen Ar**h.

Ich würde das Niveau gerne heben, aber dann verstehst Du mich nicht mehr, du Tantenschreck, du pseudokluger Gockel im Kreationistenstall, Du Illustrierten-Philosoph! Du atheistischer Heidegger, Du!

Einer deiner Jünger, der Robert Misik, sagt, wer religiös sei, sei an sich schon in der Wurzel ein Verbrecher.

Ist das Eure hochgelobte Toleranz? Da braucht man gar nicht weiter zu reden. Wenn Du den Papst verhaften lassen willst, ohne dass er einen Gesetzesbruch begangen hat, also nur wegen seiner Einstellung, wer sagt mir dann, dass nicht auch irgendwann einmal ich dran komme, nur weil dir meine Religion nicht passt?

Leute wie Du sind die Ursache des Leides, die Vorboten Hitlers und Stalins.

Jaja, ich weiß schon, ihr denkt Euer Handeln nicht zu Ende, ihr seid so inkonsequent wie die katholischen Bischofsbeamten.

Ich habe nichts gegen fundierte Atheisten, aber dein Scheiß, Dawkins, ist einfach nur eine Mischung aus kitschig und unmenschlich. Wenn du untergriffig sein kannst, bist Du es, egal, ob das irgendwas mit dem Thema zu tun hat, oder nicht.

Oder nehmen wir das ach so gefährliche Kreuz im Klassenzimmer: Da sind die Christen hundertmal toleranter als Du! Wir haben nichts dagegen, wenn neben dem Kreuz eine islamische Sure, her damit, sofort!, oder ein Buddha oder ein Shiva-Lingam hängt, und auch die Atheisten sollen sich ein Stück leere Wand reservieren!

Aber nein, das ist dir zu wenig: Du willst die ganze Wand für dich und deinen Atheismus alleine, du pseudotoleranter Prälat Du! Die ganze Welt unter Deinem Kommando, das würde dir gefallen! Du hast zu wenig autoerotische Aktionen betrieben, das ist Dein Problem! Zu wenig Weiber! Und das Sexuelle transformieren, davon hast du sowieso keine Ahnung.

Nein, ich will dich nicht quälen, ebenso wenig, wie einen Esel mit höherer Mathematik.

Und jetzt nur ein Wort zu Deinem Standard-Argument: Wenn es Gott gäbe, dann dürfte es doch kein Leiden geben blablabla.
Na dann stell Dir doch eine Welt ohne Leiden vor! Wir essen, weil wir das Leiden des Hungers erfahren, und dieses Leiden abstellen wollen. Wir trinken, weil wir das Leiden des Durstes erfahren, und dieses Leiden abstellen wollen. Wir schnakseln, weil wir das Leid der Sexlosigkeit erfahren haben.  Wir denken, weil wir das Leid der Gedankenlosigkeit erfahren haben und so fort.

Kurzum Dawkins, Du Hirnederl, Leben ohne Leid ist NICHT VORSTELLBAR. Ist schlechthin nicht definiert. Das ist außerhalb jeglicher Logik. Und du Trottel beherrscht nicht einmal die Logik, wie willst Du da deinen Kren über das Leben ohne Leiden ablassen?

Buddha, Kapitel eins, das Kapitel für die Trotteln: „Leben ist Leiden“. Das ist dir schon zu hoch.

Über die Harmonie des Leidens mit der Freude erzähl ich DIR sicher nichts, lern erst einmal die Basics, Nudelaug!

Und über das Kapitel, dass Jesus für uns zur Sünde geworden ist und durch sein Leiden uns erlöst hat, das ist dir um viertausend Meter zu hoch.

Du hast schon von Harmonie keine Ahnung, von Musik sowieso nicht, wie willst Du Erzkoffer dann die atonale Musik von der Auferstehung Christi kapieren?

Du bewegst Dich auf einem Niveau, das schon so tief wie das eines Islamischen Proleten-Terroristen, der nicht einmal die Volksschulbildung genossen hat, ist. Woher weißt Du denn das alles von deinem Nicht-Gott? Hat es dir dein Nicht-Gott erzählt? Warst du in der Baumschule oder in der  sudanesischen Koranschule?

Bitte mich richtig zu verstehen: Ihr spirituellen Zwergerln tuts mir leid.
Aber: Der Hitler tut mir auch leid.
Und Euch beide brauch ich nicht als Geistesführer, ihr pseudointellektuellen Dilletanten, ihr geistigen Schwachmatiker, ihr pseuomystischen Windelträger!

Brunzts euch nicht an!