Archive for the 'Uncategorized' Category

23
Mai
18

Terminators Kontemplation

 

Egon Friedell prognostiziert nach der auf (mehr oder weniger plattem) Rationalismus und Sensualismus basierenden Neuzeit ein spirituelles Zeitalter.

Ob Friedell damit recht hat, weiß ich nicht.

Eines aber weiß ich: Wenn unsere Welt nicht untergehen will, kann es keinen anderen Weg geben.

Weder Kommunismus noch Liberalismus noch sonst irgend eine materialistische Theorie hat Zukunft. Deren Kollaps ist ja gerade eben zu beobachten.

Auch der abstruse Glaube an die Naturwissenschaft, der gerade von jenen mit höchster Inbrunst praktiziert wird, die von Naturwissenschaften keine Ahnung haben, wird nicht helfen. Wenngleich, das muss man sagen, die Autoritätshörigkeit dieser Gläubigen selbst einem spanischen Großinquisitor gut anstehen würde. Nur betet diese neue Konfession zu weißen Mänteln, da fühlen sie sich dann intelligent.

Dann fangen sie an, über Hirnforschung, Hexenverbrennung und über sich selber, also über die Inquisition zu reden, und merken gar nicht, dass sie sich ex negativo ebenfalls über die Kirche definieren.

Diese braven Schäfchen machen ihren Glauben von nichts anderem abhängig als von den Fehlern des (zweifelsohne fehlerhaften) kirchlichen Bodenpersonals und sind damit genau so einfach steuerbar wie die, die sie zu bekämpfen vorgeben.

Alles das wird nichts helfen, nichts lösen, nichts klären.

Aber warum, frage ich mich, soll ich immerzu in diesem Schlamm herumstochern, aus dem es doch nichts zu gewinnen gibt?

Wo es doch schöne und inspirierende mystische Beiträge gibt wie:

https://letztersein.wordpress.com/2018/05/23/die-goettliche-hemisphaere-kann-es-sie-geben/

Also auf, verhelfen wir dem neuen Zeitalter zu seinem Recht!

In dem Artikel von „letztersein“ geht es um „oben“ und „unten„, um die immaterielle Welt.

Er schreibt:

„Oft habe ich über meinen Freund gelächelt, der in der Meditation ganz deutlich die beiden Richtungen „Oben“ und „Unten“ zu spüren vermochte.

Und ich habe gelächelt, weil ich mir dachte, dass „Oben“ und „Unten“ sich ganz natürlich als die beiden wichtigsten Richtungen des Menschen ergeben. Gut geeignet für eine Metapher also.“

Ein guter Diskussionsansatz, um sich dem Thema Meditation und Kontemplation zu nähern.

oben“ und „unten“ sind in der Meditation natürlich nur Metaphern.
Man könnte auch „Vertikale“ und „Horizontale“ sagen.

Was befindet sich nun in der Horizontalen (wenn wir von einigen Damen absehen wollen *ggg*)? Die Welt. Das Irdische. Die Stadt, das Land, die Strassen, die Gassen, die Arbeit.

Was befindet sich in der Vertikalen? Der Himmel und der Untergrund. Das eine voller Licht, das andere lichtlos. Beides aber ungreifbar (wenn wir von ein paar Flugzeugen und Ölbohrern absehen, aber wirklich hoch/tief kommen die ja auch nicht….).

Insofern sind oben und unten Symbole für das Nicht-Weltliche, also für das, was über das unmittelbar Materielle hinaus geht.

Nun ist es aber so, dass man in der Meditation tatsächlich so etwas wie Licht gibt, und auch einen vertikalen Fluss, eine oben-unten-Ausrichtung. Der nicht ganz anfängerhafte Meditierende weiß freilich, dass auch das Metaphern sind, nämlich Metaphern des Körpers, die für das Göttliche stehen.

Interessanterweise sind aber diese Erscheinungen bei jedem (der meditiert) recht ähnlich. Man darf aber den Fehler nicht machen, dies Metaphorische nun mit dem Göttlichen selbst zu verwechseln…

(na, das gilt ja auch in anderen Lebensbereichen! Soll ja nicht nur einmal vorgekommen sein, dass Metaphorik zu weit getrieben wurde…*ggg*!)

…interessante Lektüre hierzu ist „die dunkle Nacht“ vom Hl. Johannes vom Kreuz, der genau zwischen den körperlichen und den geistigen Aspekten der Kontemplation (mithin zwischen Kontemplation und Meditation) unterscheidet. Er skizziert typische Entwicklungsstadien des Kontemplierenden und setzt die von diesem erlebten Licht-und Dunkelphasen (ja, die gibt es, siehe Mutter Theresa; das wird zumeist als Depression mißdeutet) in Relation.

Man kann sich das so vorstellen: Wer traurig ist, weint öfter als andere. Es gibt also eine Korrelation zwischen nassen Augen und Traurigkeit. Für den Betroffenen ist sein Weinen weit mehr als nur Korrelation: Es ist eben eine Metapher – ein körperlicher Ausdruck – seiner Traurigkeit.

Umgekehrt kann man die Traurigkeit nicht dadurch erzwingen (soferne man das will), indem man sich die Augen nass macht. Weil: nicht jedes nasse Auge bedeutet Traurigkeit. Es kann auch einfach nur eine Bindehautentzündung sein…

Auf die Meditation umgelegt: „oben und unten“ sind per se gar nichts. Auch die Vertikalströmung, die man deutlich spürt, ist nicht per se götllich. Sie künstlich erregen zu wollen, bringt nichts.

Dennoch wissen zwei Meditierende, worüber sie reden, wenn sie „oben“ und „unten“ sagen. Ganz genau so, wie im Allgemeinen jeder Mensch weiß, was Weinen bedeutet.

Freilich kann es zu Missverständnissen kommen, wenn ein Mensch ohne Meditationserfahrung von diesen Begriffen hört, weil er denkt, es gehe in erster Linie um das „Vertikale“, also um das Vertikale per se. Das tut es aber nicht. Man braucht Metaphern, weil es für dieses eigentliche Göttliche keine Worte gibt….

…Hier wollen wir den Begriff „körperliche Metapher“ kurz diskutieren:

Im Gegensatz zu wörtlichen Metaphern (etwa: „das Auto ist schnell wie ein Pfeil„) ist die körperliche Metapher stärker an das gebunden, worauf es verweist. Zu diesen körperlichen Metaphern zählen Lachen, Weinen, Extase, Seufzen, etc.

Eine wörtliche Metapher ist meistens leicht austauschbar, zb kann ich statt:  „das Auto ist schnell wie ein Pfeil“ sagen: „das Auto ist schnell wie ein Blitz„. Auch zwingt mich nichts, diese oder jene Metapher für die Schnelligkeit des Autos zu verwenden: Ich kann es mir aussuchen. Das bedeutet: die Bindung zwischen Ding und Metapher ist leicht und lose.

Anders bei der körperlichen Metapher: Wir merken schon, dass wir das Wort „Metapher“ als Metapher verwenden! Nämlich für etwas, das stärker gebunden ist.  Bei einem wirklich guten Witz lachen muss ich lachen (na ja, vielleicht nicht jeder), ob ich will oder nicht. Das Lachen ist also stärker an den Ursprung, nämlich an die Erheiterung, gebunden. Dennoch ist das Lachen nicht mit der Erheiterung gleichzusetzen.

Die Bindung ist trotzdem sogar so stark, dass ich, etwa wenn ich mich zornig stelle, auch wirklich zornig werden kann. Es geht also auch der umgekehrte Weg. Wir Menschen sind eben Körper/Geist-Schnittstellen.

Bei der Meditation ist diese Bindung zuweilen noch stärker, weshalb es schwierig sein kann, zwischen dem körperlich-Metaphorischen und dem Geistigen zu unterscheiden. Johannes v. Kreuz erörtert diese Probleme sehr genau; ebenso den Weg zum rein-Geistigen: Hier verlässt er freilich das „Technische“ und bezeichnet die Wissenschaft der Kontemplation als Liebeswissenschaft – als das, worauf es tatsächlich ankommt….

….wo ich mir dann denke, wie etwa Roboter über weinende Menschen urteilen würden. Der eine würde uns für verrückt halten, der andere gar nichts sagen, und der dritte hätte womöglich den Gedanken: „die wollen sich nur wichtig machen.“

Wobei letzteres zwar durchaus stimmen kann, aber eben nicht immer. Ein solcher Roboter würde wohl vorschnell urteilen.

Oder, wie sagte einer der wichtigsten Theologen aller Zeiten, nämlich der Terminator: „Ich weiss jetzt, warum ihr weint. Aber das werde ich niemals tun können.“ *ggg*!

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27
Mrz
18

Der Standard und die Trachten

In den 80ern und 90ern setzten sich die Redaktionen linksliberaler Zeitungen (Standard, Falter…) für die Freiheit der Kleidungswahl ein. Also eh gut, weil logisch und selbstverständlich.

Dabei ging es weniger um „Verbote“, denn Palästinensertücheln und Kapuzenpulis waren immer erlaubt, nur sind ihre Träger scheel angeschaut worden. Ziel war damals: jeder soll tragen, was er will, ohne stiefmütterliche Bevormundung.

Jetzt sind die Trachten auf einmal wieder im Gespräch beim „Standard“, der dümmsten aller Elite-Zeitungen. Frau Walnöfer fürchtet offenbar, die Trachten könnten Weltherrschaft erringen! Oder zumindest Österreich-Herrschaft!

Ja, trug denn Darth Vader Lederhosen?!

Trachten seien ein „nationalistisches Symbol“, erklärt uns justament jene Zeitung, die bei der Kopftuchdebatte (nein, wir meinen nicht die österreichisch-alpinen) „Differenzierung“ einfordert.

Wer also Trachten trägt, darf scheel angeschaut werden, weil er entweder Klerikalfaschist oder Nationioalist ist.

Endlich wieder gibt es also stiefmütterliche Bevormundung in Kleidungsfragen!

Dies zeigt exemplarisch die geistig-kulturelle Erstarrung der „abgeklärten Gesellschaft“. Nicht um Freiheit geht es mehr, sondern darum, ob man „geziemend gekleidet“ ist – nur dieses Mal mit umgekehrten Vorzeichen.

Das Autokratische erhält wieder Einzug – und jene, die sich für „liberal“ halten, haben den stärksten Anteil daran. Bestes Beispiel sind die Grünen, die, im Namen der Toleranz, nicht die geringste Abweichung mehr dulden, Diskussionen, Denken und sogar einzelne Worte verbieten wollen.

Nach dem Motto: „Bin ich für etwas anderes als Trachten, bin ich liberal. Huch, wie liberal muss ich dann erst sein, wenn ich auf Trachten verbiete? Und überhaupt gleich alles, was meiner Meinung nicht genehm ist?“

–Dass sie damit nichts anderes machen als ihre faschistischen Großväter, kapieren sie nicht. Sie SIND ihre Großväter (nur haben sie etwas anderes an).

Das ist eigentlich derartig karikaturhaft und lächerlich, dass es keiner weiteren Erwähnung bedürfte.

Denn jene Menschen, die um das Wesen der Freiheit Bescheid wissen, tun das auch ohne diesen Artikel, und jene, die das nicht tun,  die Form und Inhalt verwechseln, also Freiheit mit dem Tragen von Palästinensertücheln, werden es auch in hundert Jahren nicht kapieren.

Aber es werfen sich doch einige interessante Fragen auf. Zum Beispiel:

Ist den Menschen ein gewisser Zwang zur Uniformität inhärent? Und wenn es auch die „Liberalen-Uniform“ ist?

Brauchen die Menschen Feindbilder (früher: Juden, heute: Kirche und Trachten, weiße Männer, etc) zum Kuscheln? Kuschelt es sich also per negationem leichter?

Halten die Menschen das Nachdenken über reale Probleme nicht mehr aus, weshalb sie ersatzweise über Trachten, Rauchverbote und ORF-Gebühren reden müssen? Und natürlich über Hirnforschung und Hexenverbrennung?

Jaja, die Phantom-Themen.

Weil der Gesellschaft der Abklärung das eigentliche Thema: Islam und Islamismus zu heikel ist, wird ein „Kopftuch-Thema“ daraus.

Die religiöse Debilität lässt ja, weder bei Linken, noch bei Rechten, eine andere Behandlung dieses Themas zu.

Und weil diese Kopftücheln Trachten sind, allerdings orientalische Trachten, muss es in der suizidalen und masochistischen Abklärer-Gesellschaft sofort eine thematische Ablenkung, nach dem Motto: „Wir sind schuld!“ zu unseren Dirndln und Lederhosen geben.

So kann man schön an der Oberfläche bleiben und über eigentlich nichts reden und sich dennoch sehr gescheit vorkommen.

An der eigenen inneren Leere geben sie einfach den Großvätern und ihren Trachten die Schuld, sie wissen ja: Wir SIND unsere Großväter, (aber dann auch wieder nicht…..), so, dass sie den Hass auf ihre eigene innere Leere und also auf sich selbst zwar irgendwie benennen, aber ihn vorsichtshalber doch zurückdatieren.

 

16
Dez
17

touristische Seelen

Habe mir gerade „O Palmenbaum“ angeschaut – ein genialer Film.

Was mir aber auffällt: Jetzt, wo die single-bells-Familie Weihnachten in Mauritius feiert, ist sozusagen „alles in Ordnung“ (nicht wirklich). Also weg von zu Hause, ins Urlaubsparadies, und das Innenleben ist in Ordnung.

Anscheinend sind wir von unserer eigenen, in Routine erstarrten Kultur schon so angepisst, dass wir nur noch flüchten wollen, als Touristen, sozusagen. „Alles, nur nicht das gewohnte“, sozusagen. Abwechslung um jeden Preis. Flucht vor der Verkrustung. Vor allem natürlich vor Weihnachtsfeiern und vor dem eigenen Glauben.Auch diesbezüglich wären wir gerne Touristen. Je fremder die Religion, desto lieber.

Und wie die Urlaubsdestination auswechselbar ist, so soll natürlich auch der Glaube auswechselbar sein. Am besten jeden Sommer. Wie die Mode. Was trägt man denn heute? Hinduismus? Islam?

Das Problem an der Sache: Wir sind nicht Touristen unserer Seele. Wir haben eine Heimat. Huch! Habe ich Heimat gesagt? Das verhasste Wort? Das Spiesser-Synonym? Das Rechtsextremen-Chiffre?

Fällt uns was auf?

Ja, wir haben eine innere Heimat, in uns selbst, mit Verantwortung und Selbstbestimmungsrechten. Etwas, das Touristen nicht haben. Deren Mitleben ist nur oberflächlich.

Warum also sind wir so gerne Touristen unserer Seele? Weil es zu Hause fad werden kann, auch depressiv, verstaubt, abgewohnt und gewöhnt. Also nichts wie weg, und wieder bei Null anfangen. Tapetenwechsel.

Aber man kann nicht vor sich selber fliehen; das Ich holt einen immer wieder ein. Der landläufige Atheismus ist eine solche Fluchtbewegung: nur weg, egal wohin. Eine Bewegung nach außen, an die Oberfläche. Ins Hotel sozusagen, während die Wohnung zu Hause leersteht. Die hat man nämlich verwahrlosen lassen…..

Ja was glaubt ihr denn, wie lang es dauert, bis das Hotelzimmer aussieht wie die Wohnung? Es gibt keine Dienstboten der Seele. Die Seele kennt kein Geld….

Wir sind in einer Endzeit angelangt, die scheinbar perfekt ist. Menschenrechte, Technik, Komfort, Geld, Pensionsvorsorge. Die Vertröstungen der Religion also unnötig. Und seltsam, alles verflacht. O Wunder, weder Wissenschaft noch Sozialismus schaffen Tiefe. Der Gemeinschaftsbegriff als Identitätsstiftung ist obsolet. Ja, sogar die Charity-Ladies versagen. Das Ich, vom Dauer-Urlaub aufgerieben, ist am Nullpunkt angelangt.

Irgendwann wird das Ich wieder zu sich zurückfinden müssen. Wir werden um diese Mühe nicht herumkommen. Die muffige Wohnung des Glaubens wieder aufsperren und eintreten. Wir werden uns der Mühe unterziehen müssen, die Tiefe neu zu finden. Nicht an den Grenzen des Ich halt zu machen, die wir bis dahin als das letztmögliche angenommen haben.

Wir müssen auf die Suche gehen und in der Wohnung unseres ich nach jenem geheimen Stiegenaufgang suchen, von dem einst gesprochen wurde und den wir erahnen, wenn es um uns still wird.

 

08
Nov
17

mimimimitoo!

ÄÄhh, ich meinte natürlich memememetoo!, also eigentlich metoo!,

und weil sich nun alle ihren Senf abgebend aufregen, dass alle ihren Senf dazu abgeben, geb ich auch noch meinen Senf ab. Dijon-Senf natürlich.

Jetzt sind sie also alle belästigt geworden, vor allem die Frauen, (wobei wir hier die Zahl jener Frauen abziehen wollen, die böse sind, wenn man sie NICHT belästigt, aber diese Zahl kennen wir nicht; vermutlich eine konjugierte komplexe?, aber gut, die Studie kann man ja später mal machen…), ich auch! ich auch!, vor allem das journalistische Niveau scheint dauernd belästigt zu sein durch auch noch senil machende Hirngrapschereien.

Ich auch!, Ich auch!, liebe Mimimimi, oder auf gut wienerisch: i ah! iah!, und schon sind wir bei den Lauten eines Esels. Das ist sicher nur Zufall, oder besser gesagt: Einzelfall. Aber lassen wir auch das.

Jetzt haben sie also die Wahl verloren, nachdem die Genderei von lächerlich auf femischistisch umgeschlagen ist (ja, die Wortspiele! Faltern ist möglich!), und wissen nicht, wohin mit den durch die Chakren fließenden Körper- und Lichtsäften. Woher sollten das Religionsdebile, besser gesagt: Anti-Religionsdebile auch wissen?

Der Geistesmotor rotiert und rotiert, bis er ENDLICH ein neues Thema hat: metoo! Freilich greift das ganze metaphysisch ungefähr so gut wie Vollgas im Auto, bei dem man die Kupplung ganz durchdrückt. Es heult auf, nichts passiert. In kürzester Zeit finden wir uns wieder im Stadium hysterischen Gekreischs, der Orgasmus standardscher Geistesonanie.

Lustig auch, dass  jene, die bei den Massenvergewaltigungen in Köln geschwiegen haben und sich zu geschätzten 80% mit den metoo-Kreischern mengenmäßig überschneiden, ausgerechnet jene nämlich, denen, die damals das nicht-ganz-so-Supere dieer Köln-Bereicherungs-Aktion zu bedenken geben wollten, „Hysterie“ vorgeworfen haben….

 

29
Sep
17

Die totale Verdummung des „Standard“

Die Wiener Tageszeitung „Standard“ übt sich im Moment im Kurz-Bashing.

(Sebastian Kurz, Spitzenkandidat der konservativen ÖVP).

Einmal gibt es einen Artikel namens „Kurz der Führer„, dann wieder regen sie sich auf dass Kurz eine Werbung in der Zeitschrift „Woman“ (Huch! Parteiwerbungen schalten! Ohne von der SPÖ zu sein!! Verbrechen!!), dazwischen dutzende Kurz-Bashing Artikel auf miesestem Niveau.

Jetzt aber hat „derstandard“ den Vogel abgeschossen mit dem Artikel: „Kurz gegen Lunacek -monothematischer Seiltänzer„. https://derstandard.at/2000064994856/Kurz-gegen-Lunacek-Monothematischer-Seiltaenzer

Sinngemäß ist zu Lesen, dass, wenn man jedesmal einen Schnaps trinken würde, sobald Kurz das Thema „Islamismus“ anschneidet, man besoffen wäre. Also „monothematisch“.

Das eigentlich Lustige ist nun, dass in diesem Artikel, der eigentlich über die Diskussion Kurz gegen Lunacek (Grüne) berichten sollte, der Name „Lunacek“ kein einziges Mal vorkommt, geschweige denn, was sie gesagt hat.

Ein Poster hat daraufhin gemeint: „Würde man sich den fragwürdigen Spaß machen, ein Trinkspiel in diesem Wahlkampf zu veranstalten, bei dem je ein Schnaps getrunken werden muss jedesmal wenn der Standard „Kurz“ erwähnt wäre man sogar noch schneller sternhagelvoll. Was mich zurück zu dem Artikel bringt, saß Kurz eigentlich alleine in „Kurz gegen Lunacek“ oder kann es unter Umständen möglich sein dass wir es mit einer etwas „monothematischen“ Berichterstattung zu tun haben?“

Das umreißt das Problem ganz gut. Ja, nicht einmal der Strache kommt noch im Standard vor.

Warum hasst der „Standard“ den Kurz eigentlich so?

Weil er das ist, was es laut „Standard“ eigentlich gar nicht geben kann: ein intelligenter Rechter. Mehr noch: ein Rechter mit Kompetenz.

Das verzeihen sie ihm nicht. Jetzt haben sich „Standard“ und Konsorten jahrelang eingeredet, dass die Rechten dumm und ungebildet seien, alles nur Abschaum, und sowieso nur bei der FPÖ vorhanden, und dann das. Ein paradoxales Moment.

Der Grund für all das liegt natürlich darin, dass sich die Linke (zu denen der „Standard“ zu zählen ist) sich nicht mit dem Problem des Islamismus konfrontieren wollte. Dass es so etwas gibt, das, im Zusammenhang mit dem Islam, ungustiös und hochgefährlich ist, wollten sie ganz einfach nicht sehen.

Nun hatte aber die tatsächlich ochlokratische FPÖ diese Gefahr längst thematisiert, und unter der Hand gaben auch Nicht-Ochlokraten zu: „Die FPÖ ist zwar eine Horde von Schweinsproleten, aber in diesem Punkt haben sie recht.“

Für „Standard“ und Konsorten ging das natürlich gar nicht, denn da die FPÖ „böse“ war, durfte man ihnen nicht einmal in Teilaspekten die Wahrheit konzedieren. Da wäre ja ein Feindbild aufgeweicht worden!

Als nun die Gefahr des Islamismus einfach nicht mehr zu leugnen war und mit Statistiken gut unterlegt, mussten sie das aufstellen, was die Psychopathologie ein „Hilfskonstrukt“ nennt, um die Gefahr des Islamismus weiterhin verdrängen zu können.

Dieses Hilfskonstrukt lässt sich so skizzieren: Man musste die intellektuelle und moralische Relevanz derer untergraben, die dieses Thema ansprachen. Denn man kann sich gut einreden, dass ein Thema, das nur von intellektuell und moralisch irrelevanten Personen angesprochen wird, ganz einfach kein Thema sei.

Und so folgte im „Standard“ ein Kapitel nach dem anderen, warum die FPÖ intellektuell minderwertig sei: „Die FPÖ wird nur von Arbeitern gewählt.“ „Wer FPÖ wählt, aht keine Bildung.“ „Studien zeigen: Akademiker bei der FPÖ unterrepräsentiert“  und natürlich: „Warum wählt das Proletariat FPÖ?“ mit der vom Standard selbst erdichteten Antwort: „Weil sie die intellektuelle Tiefe der SPÖ (und natürlich des „Standard“) nicht begreifen“ etc etc.

Natürlich war in diesen Artikeln nicht ein Wort über tatsächliche Probleme zu finden: Ghettobildung in den Großstädten, Salafisten, Muslimbrüder, sie in diesen Ghettos immer mächtiger werden, usw.

Aber die Autosuggestion hat funktioniert; der Verdrängungsmechanismus konnte aufrecht erhalten werden: „Wer über Islamismus redet, hat keine Bildung. Wer keine Bildung hat, über den sind wir hoch erhaben. Wir, die hoch Erhabenen, werden uns doch nicht herablassen, über die Themen des Abschaums zu sprechen!“ etc.

Ganz abgesehen davon, was das für „Linke“ sein sollen, die sich für die Probleme der „kleinen Leute“ nicht interessieren, kann man doch diesem Verdrängungsmechanismus eine gewisse Raffinesse nicht absprechen.

Und dann kommt der Kurz daher! Er spricht das Pfui-Thema an!! Und das macht er auch noch sachlich!! Er untergräbt das Fundament unserer Hilfskonstruktion, indem er das I-Thema intellektuell aufgreift,und, noch schlimmer, dabei sachlich bleibt, und, noch schlimmer,  sogar mit Studien fundiert!!! Ja ist er denn wahnsinnig geworden??

Mit Studien!! Das war doch immer eine linke Domäne!!! Links! Studie!! Inelleduell!!!! Wie kann der Kurz es wagen!!! Nur mathematisch grenzdebile Soziologen dürfen das Recht haben, Studien fehlzuinterpretieren!!! MERK DIR DAS, KURZ! DU ZERSTÖRER UNSERES GLÜCKS!!!!

Ja, so ungefähr rotiert der Standard nun. Was also tun? Na ja natürlich ein zweites Hilfskonstrukt bauen. Jetzt müssen sie sich einreden, dass auch der Kurz moralisch und intellektuell irrelevant ist. Nur, das wird schwierig. Bis jetzt erlaubt sich Kurz kaum Fehler. Das bedeutet, man muss untergriffig werden. So richtig mit Dreck um sich werfen.

Das bedeutet einerseits Arbeit. Schwere Arbeit. Und wer arbeitet schon gern?

Noch dazu an sich selbst? Noch dazu sinnlos?

Tja, und das ist der Grund, warum es im „Standard“ eben so zugeht, wie es zugeht.

 

 

 

 

13
Aug
17

O Maria, hilf!!

Ja, es brodelt überall.

Zwei Halbaffen (ein amerikanischer und ein nordkoreanischer) brüllen sich über den pazifischen Ozean an, am liebsten wollte man ihnen ihr nukleares Spielzeug wegnehmen. Wo ist die Kindergärtnerin? O Maria, hilf!!

Über der gesamten islamischen Welt, von den Südphilippinen über Syrien bis Mauretanien, brauen sich die schwarzen Wolken des Islamismus zusammen. Sicher, viele Muslime wollen den Frieden. Aber wie kann jemals wahrer Friede einkehren, wenn man bedingungslos den Worten eines Mannes glaubt, der den Zorn heiligt? Der verkündet, dass Gott hassen könne?! O Maria, hilf!!

In Europa glaubt man nurmehr noch an die Nivellierung, die Toleranz und an das Geld. Dabei knirscht schon die Finanzblase, der Crash ist nah, lachen werden ein paar Ratten, die sich in den Kanälen der Hochfinanz tummeln. Die ganze Welt ist untertunnelt, bis die Tunnel einstürzen. O Maria, hilf!!

Und die Christen? Sie, die alles in der Hand hätten? Während die „Konservativen“ den Heiligen Geist in Gesetzestexten ersticken und zu fetten korrupten Kurienkardinälen und ihren versteinerten grauen Fettwulsten beten, schämen sich die „Liberalen“, überhaupt noch vom Heiland zu sprechen, und machen die Kirche zur Wellness- und Toleranzbude, mehr noch: wenn Sie hören, dass jemand vom Glauben spricht, speien sie einem ihr Komplexler-Gift ins Gesicht. O Maria, hilf!!

 

29
Jul
17

denkhemmung

Die Grünen haben beim Thema „Islamismus“ eine ähnliche Denkhemmung wie 90-jährige Kurienkardinäle beim Thema Gruppensex.

Theoretisch wissen die Grünen schon, was das ist, aber mit Nachdenken darüber tun sie sich halt schwer. Es ist ihnen einfach unangenehm, die coolen großen Brüder der RAF im Nachhinein in ihrer Ehre zu beschneiden.

Kann man verstehen, ein jeder hat so seine Traditionen und Ideale.

Aber ganz ehrlich: Ist es nicht ein bisschen peinlich, noch als 40 Jähriger mit Transformers zu spielen? (Das waren diese Roboter, die sich verwandeln können)? Sogar den dümmsten Kindern wird das Spielzeug von gestern fad…




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