Archive for the 'Uncategorized' Category

16
Dez
17

touristische Seelen

Habe mir gerade „O Palmenbaum“ angeschaut – ein genialer Film.

Was mir aber auffällt: Jetzt, wo die single-bells-Familie Weihnachten in Mauritius feiert, ist sozusagen „alles in Ordnung“ (nicht wirklich). Also weg von zu Hause, ins Urlaubsparadies, und das Innenleben ist in Ordnung.

Anscheinend sind wir von unserer eigenen, in Routine erstarrten Kultur schon so angepisst, dass wir nur noch flüchten wollen, als Touristen, sozusagen. „Alles, nur nicht das gewohnte“, sozusagen. Abwechslung um jeden Preis. Flucht vor der Verkrustung. Vor allem natürlich vor Weihnachtsfeiern und vor dem eigenen Glauben.Auch diesbezüglich wären wir gerne Touristen. Je fremder die Religion, desto lieber.

Und wie die Urlaubsdestination auswechselbar ist, so soll natürlich auch der Glaube auswechselbar sein. Am besten jeden Sommer. Wie die Mode. Was trägt man denn heute? Hinduismus? Islam?

Das Problem an der Sache: Wir sind nicht Touristen unserer Seele. Wir haben eine Heimat. Huch! Habe ich Heimat gesagt? Das verhasste Wort? Das Spiesser-Synonym? Das Rechtsextremen-Chiffre?

Fällt uns was auf?

Ja, wir haben eine innere Heimat, in uns selbst, mit Verantwortung und Selbstbestimmungsrechten. Etwas, das Touristen nicht haben. Deren Mitleben ist nur oberflächlich.

Warum also sind wir so gerne Touristen unserer Seele? Weil es zu Hause fad werden kann, auch depressiv, verstaubt, abgewohnt und gewöhnt. Also nichts wie weg, und wieder bei Null anfangen. Tapetenwechsel.

Aber man kann nicht vor sich selber fliehen; das Ich holt einen immer wieder ein. Der landläufige Atheismus ist eine solche Fluchtbewegung: nur weg, egal wohin. Eine Bewegung nach außen, an die Oberfläche. Ins Hotel sozusagen, während die Wohnung zu Hause leersteht. Die hat man nämlich verwahrlosen lassen…..

Ja was glaubt ihr denn, wie lang es dauert, bis das Hotelzimmer aussieht wie die Wohnung? Es gibt keine Dienstboten der Seele. Die Seele kennt kein Geld….

Wir sind in einer Endzeit angelangt, die scheinbar perfekt ist. Menschenrechte, Technik, Komfort, Geld, Pensionsvorsorge. Die Vertröstungen der Religion also unnötig. Und seltsam, alles verflacht. O Wunder, weder Wissenschaft noch Sozialismus schaffen Tiefe. Der Gemeinschaftsbegriff als Identitätsstiftung ist obsolet. Ja, sogar die Charity-Ladies versagen. Das Ich, vom Dauer-Urlaub aufgerieben, ist am Nullpunkt angelangt.

Irgendwann wird das Ich wieder zu sich zurückfinden müssen. Wir werden um diese Mühe nicht herumkommen. Die muffige Wohnung des Glaubens wieder aufsperren und eintreten. Wir werden uns der Mühe unterziehen müssen, die Tiefe neu zu finden. Nicht an den Grenzen des Ich halt zu machen, die wir bis dahin als das letztmögliche angenommen haben.

Wir müssen auf die Suche gehen und in der Wohnung unseres ich nach jenem geheimen Stiegenaufgang suchen, von dem einst gesprochen wurde und den wir erahnen, wenn es um uns still wird.

 

Advertisements
08
Nov
17

mimimimitoo!

ÄÄhh, ich meinte natürlich memememetoo!, also eigentlich metoo!,

und weil sich nun alle ihren Senf abgebend aufregen, dass alle ihren Senf dazu abgeben, geb ich auch noch meinen Senf ab. Dijon-Senf natürlich.

Jetzt sind sie also alle belästigt geworden, vor allem die Frauen, (wobei wir hier die Zahl jener Frauen abziehen wollen, die böse sind, wenn man sie NICHT belästigt, aber diese Zahl kennen wir nicht; vermutlich eine konjugierte komplexe?, aber gut, die Studie kann man ja später mal machen…), ich auch! ich auch!, vor allem das journalistische Niveau scheint dauernd belästigt zu sein durch auch noch senil machende Hirngrapschereien.

Ich auch!, Ich auch!, liebe Mimimimi, oder auf gut wienerisch: i ah! iah!, und schon sind wir bei den Lauten eines Esels. Das ist sicher nur Zufall, oder besser gesagt: Einzelfall. Aber lassen wir auch das.

Jetzt haben sie also die Wahl verloren, nachdem die Genderei von lächerlich auf femischistisch umgeschlagen ist (ja, die Wortspiele! Faltern ist möglich!), und wissen nicht, wohin mit den durch die Chakren fließenden Körper- und Lichtsäften. Woher sollten das Religionsdebile, besser gesagt: Anti-Religionsdebile auch wissen?

Der Geistesmotor rotiert und rotiert, bis er ENDLICH ein neues Thema hat: metoo! Freilich greift das ganze metaphysisch ungefähr so gut wie Vollgas im Auto, bei dem man die Kupplung ganz durchdrückt. Es heult auf, nichts passiert. In kürzester Zeit finden wir uns wieder im Stadium hysterischen Gekreischs, der Orgasmus standardscher Geistesonanie.

Lustig auch, dass  jene, die bei den Massenvergewaltigungen in Köln geschwiegen haben und sich zu geschätzten 80% mit den metoo-Kreischern mengenmäßig überschneiden, ausgerechnet jene nämlich, denen, die damals das nicht-ganz-so-Supere dieer Köln-Bereicherungs-Aktion zu bedenken geben wollten, „Hysterie“ vorgeworfen haben….

 

29
Sep
17

Die totale Verdummung des „Standard“

Die Wiener Tageszeitung „Standard“ übt sich im Moment im Kurz-Bashing.

(Sebastian Kurz, Spitzenkandidat der konservativen ÖVP).

Einmal gibt es einen Artikel namens „Kurz der Führer„, dann wieder regen sie sich auf dass Kurz eine Werbung in der Zeitschrift „Woman“ (Huch! Parteiwerbungen schalten! Ohne von der SPÖ zu sein!! Verbrechen!!), dazwischen dutzende Kurz-Bashing Artikel auf miesestem Niveau.

Jetzt aber hat „derstandard“ den Vogel abgeschossen mit dem Artikel: „Kurz gegen Lunacek -monothematischer Seiltänzer„. https://derstandard.at/2000064994856/Kurz-gegen-Lunacek-Monothematischer-Seiltaenzer

Sinngemäß ist zu Lesen, dass, wenn man jedesmal einen Schnaps trinken würde, sobald Kurz das Thema „Islamismus“ anschneidet, man besoffen wäre. Also „monothematisch“.

Das eigentlich Lustige ist nun, dass in diesem Artikel, der eigentlich über die Diskussion Kurz gegen Lunacek (Grüne) berichten sollte, der Name „Lunacek“ kein einziges Mal vorkommt, geschweige denn, was sie gesagt hat.

Ein Poster hat daraufhin gemeint: „Würde man sich den fragwürdigen Spaß machen, ein Trinkspiel in diesem Wahlkampf zu veranstalten, bei dem je ein Schnaps getrunken werden muss jedesmal wenn der Standard „Kurz“ erwähnt wäre man sogar noch schneller sternhagelvoll. Was mich zurück zu dem Artikel bringt, saß Kurz eigentlich alleine in „Kurz gegen Lunacek“ oder kann es unter Umständen möglich sein dass wir es mit einer etwas „monothematischen“ Berichterstattung zu tun haben?“

Das umreißt das Problem ganz gut. Ja, nicht einmal der Strache kommt noch im Standard vor.

Warum hasst der „Standard“ den Kurz eigentlich so?

Weil er das ist, was es laut „Standard“ eigentlich gar nicht geben kann: ein intelligenter Rechter. Mehr noch: ein Rechter mit Kompetenz.

Das verzeihen sie ihm nicht. Jetzt haben sich „Standard“ und Konsorten jahrelang eingeredet, dass die Rechten dumm und ungebildet seien, alles nur Abschaum, und sowieso nur bei der FPÖ vorhanden, und dann das. Ein paradoxales Moment.

Der Grund für all das liegt natürlich darin, dass sich die Linke (zu denen der „Standard“ zu zählen ist) sich nicht mit dem Problem des Islamismus konfrontieren wollte. Dass es so etwas gibt, das, im Zusammenhang mit dem Islam, ungustiös und hochgefährlich ist, wollten sie ganz einfach nicht sehen.

Nun hatte aber die tatsächlich ochlokratische FPÖ diese Gefahr längst thematisiert, und unter der Hand gaben auch Nicht-Ochlokraten zu: „Die FPÖ ist zwar eine Horde von Schweinsproleten, aber in diesem Punkt haben sie recht.“

Für „Standard“ und Konsorten ging das natürlich gar nicht, denn da die FPÖ „böse“ war, durfte man ihnen nicht einmal in Teilaspekten die Wahrheit konzedieren. Da wäre ja ein Feindbild aufgeweicht worden!

Als nun die Gefahr des Islamismus einfach nicht mehr zu leugnen war und mit Statistiken gut unterlegt, mussten sie das aufstellen, was die Psychopathologie ein „Hilfskonstrukt“ nennt, um die Gefahr des Islamismus weiterhin verdrängen zu können.

Dieses Hilfskonstrukt lässt sich so skizzieren: Man musste die intellektuelle und moralische Relevanz derer untergraben, die dieses Thema ansprachen. Denn man kann sich gut einreden, dass ein Thema, das nur von intellektuell und moralisch irrelevanten Personen angesprochen wird, ganz einfach kein Thema sei.

Und so folgte im „Standard“ ein Kapitel nach dem anderen, warum die FPÖ intellektuell minderwertig sei: „Die FPÖ wird nur von Arbeitern gewählt.“ „Wer FPÖ wählt, aht keine Bildung.“ „Studien zeigen: Akademiker bei der FPÖ unterrepräsentiert“  und natürlich: „Warum wählt das Proletariat FPÖ?“ mit der vom Standard selbst erdichteten Antwort: „Weil sie die intellektuelle Tiefe der SPÖ (und natürlich des „Standard“) nicht begreifen“ etc etc.

Natürlich war in diesen Artikeln nicht ein Wort über tatsächliche Probleme zu finden: Ghettobildung in den Großstädten, Salafisten, Muslimbrüder, sie in diesen Ghettos immer mächtiger werden, usw.

Aber die Autosuggestion hat funktioniert; der Verdrängungsmechanismus konnte aufrecht erhalten werden: „Wer über Islamismus redet, hat keine Bildung. Wer keine Bildung hat, über den sind wir hoch erhaben. Wir, die hoch Erhabenen, werden uns doch nicht herablassen, über die Themen des Abschaums zu sprechen!“ etc.

Ganz abgesehen davon, was das für „Linke“ sein sollen, die sich für die Probleme der „kleinen Leute“ nicht interessieren, kann man doch diesem Verdrängungsmechanismus eine gewisse Raffinesse nicht absprechen.

Und dann kommt der Kurz daher! Er spricht das Pfui-Thema an!! Und das macht er auch noch sachlich!! Er untergräbt das Fundament unserer Hilfskonstruktion, indem er das I-Thema intellektuell aufgreift,und, noch schlimmer, dabei sachlich bleibt, und, noch schlimmer,  sogar mit Studien fundiert!!! Ja ist er denn wahnsinnig geworden??

Mit Studien!! Das war doch immer eine linke Domäne!!! Links! Studie!! Inelleduell!!!! Wie kann der Kurz es wagen!!! Nur mathematisch grenzdebile Soziologen dürfen das Recht haben, Studien fehlzuinterpretieren!!! MERK DIR DAS, KURZ! DU ZERSTÖRER UNSERES GLÜCKS!!!!

Ja, so ungefähr rotiert der Standard nun. Was also tun? Na ja natürlich ein zweites Hilfskonstrukt bauen. Jetzt müssen sie sich einreden, dass auch der Kurz moralisch und intellektuell irrelevant ist. Nur, das wird schwierig. Bis jetzt erlaubt sich Kurz kaum Fehler. Das bedeutet, man muss untergriffig werden. So richtig mit Dreck um sich werfen.

Das bedeutet einerseits Arbeit. Schwere Arbeit. Und wer arbeitet schon gern?

Noch dazu an sich selbst? Noch dazu sinnlos?

Tja, und das ist der Grund, warum es im „Standard“ eben so zugeht, wie es zugeht.

 

 

 

 

13
Aug
17

O Maria, hilf!!

Ja, es brodelt überall.

Zwei Halbaffen (ein amerikanischer und ein nordkoreanischer) brüllen sich über den pazifischen Ozean an, am liebsten wollte man ihnen ihr nukleares Spielzeug wegnehmen. Wo ist die Kindergärtnerin? O Maria, hilf!!

Über der gesamten islamischen Welt, von den Südphilippinen über Syrien bis Mauretanien, brauen sich die schwarzen Wolken des Islamismus zusammen. Sicher, viele Muslime wollen den Frieden. Aber wie kann jemals wahrer Friede einkehren, wenn man bedingungslos den Worten eines Mannes glaubt, der den Zorn heiligt? Der verkündet, dass Gott hassen könne?! O Maria, hilf!!

In Europa glaubt man nurmehr noch an die Nivellierung, die Toleranz und an das Geld. Dabei knirscht schon die Finanzblase, der Crash ist nah, lachen werden ein paar Ratten, die sich in den Kanälen der Hochfinanz tummeln. Die ganze Welt ist untertunnelt, bis die Tunnel einstürzen. O Maria, hilf!!

Und die Christen? Sie, die alles in der Hand hätten? Während die „Konservativen“ den Heiligen Geist in Gesetzestexten ersticken und zu fetten korrupten Kurienkardinälen und ihren versteinerten grauen Fettwulsten beten, schämen sich die „Liberalen“, überhaupt noch vom Heiland zu sprechen, und machen die Kirche zur Wellness- und Toleranzbude, mehr noch: wenn Sie hören, dass jemand vom Glauben spricht, speien sie einem ihr Komplexler-Gift ins Gesicht. O Maria, hilf!!

 

29
Jul
17

denkhemmung

Die Grünen haben beim Thema „Islamismus“ eine ähnliche Denkhemmung wie 90-jährige Kurienkardinäle beim Thema Gruppensex.

Theoretisch wissen die Grünen schon, was das ist, aber mit Nachdenken darüber tun sie sich halt schwer. Es ist ihnen einfach unangenehm, die coolen großen Brüder der RAF im Nachhinein in ihrer Ehre zu beschneiden.

Kann man verstehen, ein jeder hat so seine Traditionen und Ideale.

Aber ganz ehrlich: Ist es nicht ein bisschen peinlich, noch als 40 Jähriger mit Transformers zu spielen? (Das waren diese Roboter, die sich verwandeln können)? Sogar den dümmsten Kindern wird das Spielzeug von gestern fad…

18
Jul
17

Conan der Barbar und Bischof

O Conan, edler Barbar!

Deine Zeit ist wieder angebrochen, hilf du uns mit deinem mannhaften Schwert!

 

Folgenden Satz hat der weise sandalige Eremit Chr. Yetulus gehört, oder nach selbst Gehörtem verdichtet und uns übermittelt:

Oida, ich sag‘ Dir. Mein Gott ist besser als Deiner. Der wird ihn fertig machen. Sag‘ ich “ – So der Satz.

Doch fraget nun Yetulus der Eremit, ob nicht auch dein Gott, o Conan, welcher Chrom ist, der Gott des Stahls (seltsamer weise nicht der Gott des Chroms), ein und der selbige ist mit allen andern Göttern, so dass nun nur EIN Gott sei und ob dies nicht Chrom erzürne?

 

So lies nun o Conan, die Fragen, welche ich mir hierzu stellte, und welche ich, einen Schreiber gebrauchend, auch dem weisen Yetulus cc. geschicket habe:

Es ist also eine Frage der Identität.

Glauben wir alle an den selben Gott, mit dem Unterschied, dass dieser eine Gott je nach Auffassung unterschiedliches gesagt und getan hat? (Hat Er nun einen Sohn gezeugt oder nicht?)

Oder glauben wir an einen anderen Gott? Wo endet die „Identität“ Gottes? Oder ist Gott so was wie ein Zahlenfeld, wo es mehrere „Wahrheiten“ gibt, die man verschieden einsetzen kann?

Ist der Satz „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ möglicherweise sogar illegal, weil er nicht die nötige mathematische Flexibilität aufweist? Weil er sozusagen „identitär“ ist?

Das sind so die Fragen.

Und bei den Antworten wird es noch vertrackter:

Joseph Goebbels wollte aus dem Nationalsozialismus eine Religion machen. Mit Hitler als „eingeborenen Sohn“. Ist also auch Gottvater Adolf ein und derselbe Gott? Deutscher als Deutsch? Arischer als arisch? Strenger als Streng?

Haben wir nicht schon genug Humanität und Gefühlsduselei in der Religion gehabt? Wird es nicht Zeit für mehr Würzigkeit?

Hmmm, denke ich mir, wenn alles derselbe Gott ist, dann bin ich ja wirklich intolerant, weil ich, sosehr ich meinen Geist deformiere, um diese neue Religion (des immer ein und desselben Gottes) schön zu finden, ich doch immer zum Ergebnis komme, dass ich diese Religion nicht mag.

Andererseits ist ja Intoleranz ein Markenzeichen der Nazis. Dh. ich bin wohl jetzt ein Nazi?

Oder, kurz gesagt: Bin ich ein Nazi, weil ich kein Nazi sein will?!

Mist, aus dieser paradoxen Falle komme ich so nicht heraus.

Kein Wunder: Der Ansatz, dass Gott eine Identität habe, und alle Götter gleich ein Gott seien ist eine logische Spielerei; und alle Logik endet (seit Gödel, meistens schon viel früher) im Paradox.

Diese Logik klammert das Herz aus und den Bauch -für mich die geistige Heimat- aber wer weiß, vielleicht reicht manchen das Gehirn?

Es ist zwar sehr schön, dass Götter wie jener Ron Hubbards oder Gott Kim Jong Un, etc etc…, alle in Wirklichkeit eh nur der eine Gott sind. Schön für einen Roboter. Doch so intolerant das von mir auch sein mag: ich hab da ein ungutes Gefühl.

Probieren wir das umgekehrte: Nur MEIN Gott ist der einzig wahre. ICH habe recht. MEIN, MEIN, ICH ICH.

funktioniert auch nicht, solange wir den 30jährigen Krieg oder den IS nicht als probates Lebensmodell betrachten.

Anscheinend prallen hier logische Extreme aufeinander.

Vielleicht ist es wieder die Zeit der Extreme, und wir merken es deshalb nicht, weil wir von einem anderen Extrem erfüllt sind, jenem der Gleichgültigkeit.”

Hier blicket nun Conan auf, der Unbesiegte, der weder herrschet noch sich beherrschen läßt, da die Besiedlungsdichte in der Barabarei enden wollend ist. Nachdenklich blickt er gen Himmel, wo nun im Dämmerlichte das Blau Chroms machtvoll herabstrahlt.

 

Da kommet ein barbarischer edler Ritter mit seiner goldnen Axt, er grüßet Conan mit vieler Ehre und trägt sein Anerbieten vor, sich am Lagerfeuer wärmen zu dürfen. Conan lädt ihn hierzu ein, und schneidet ihm auch ein Stück seiner Büffelkeule herunter, dass dieser sich am gegrillten Fleische labe.

 

So essen sie und trinken. Der Name des Ritters ist Dobrohost.

Nun fraget Dobrohost: “An welchen Gotte glaubest du? Oder sind es viele?” und Conan antwortet: “Ich glaube an Chrom, den Gott des Stahles. Chrom schätzet tapfre Krieger. Und an welchen Gott glaubest Du, mein Freund?”

Dobrohost antwortet: “Ich glaube an Hok, den Gott der Bohnen. Denn immer wenn ich Chili con Carne fresse aus meinem großen Topfe, so scheisse ich am Morgen das Feuer meines Gottes, dass ich ihn auf seinem Throne sitzen sehe.”

 

“Das ist gut”, sagt Conan, “das ist ein würdiger Gott”.

“So ist denn diese barbarische Einöde keine Barbarei”, sagt Dobrohost, “sondern Zivilisation, wo Menschen übereinander in Glaswürfeln hausen, viele Götter parallel haben und in Blechvögeln fliegen und dort von schönen Weibern bedienet werden!”

 

Da antwortet Conan: “Du redest Scheiße, edler Dobrohost, nicht aber solche, die von Hok, deinem Gott mit Feuer erfüllet ist, sondern solche, die nur stinket und trübe dampft! Die weiten Einöden der Barbarei sind es, die uns so gleichgültig gegenüber sitzen lassen, uns beide, mit unseren Göttern, die einander nicht einmal kennen! Doch gleichgültig ist uns der Widerspruch, so lang wir an dieser Keule fressen!”

“Doch wenn ich nun sagte, Hok und Chrom und alle anderen wären dieselben, so beleidigte ich beide und alle anderen”, sagt Dobrohost, “und ich beleidigte dich, edler Conan, da ich versuchen würde, deinen Herzensgrund zu stehlen”.

 

“Es wäre die größte Hurerei”, sagt Chrom, “schlimmer als dreckigste Beischlaf mit den Warzendirnen von Ftlow-Nahrck!”

Und Conan weiter: “Wenn nun aber alle Götter und noch viel mehr, nämlich der oberste Gott, der keinen Namen hat, sich vereinigen wollten und EINEN Sohn zeugten, der von der Wahrheit Kunde bringen würde, dann….dann…

dann würden sich die Götter zu einem allmächtigen Gott vereinigen!”

“Sie würden den Sohn hassen”, sagt Dobrohost, “und in hunderten Jahren später zu einem der vielen Götter machen, die der eine verehrt, der andere nicht!”

“Wir sind in der Barbarei”, sagt Conan, “und doch: wenn dieser eine der Weg, die Wahrheit und das Leben ist…”

….”werden es die finsteren Geister doch nicht zulassen, dass sich seine Erinerung in unserm fauligen Fleische hält!”, lacht Dobrohost, “wir sind Barbaren und werden es immer bleiben, da hast du, edler Conan, mich überzeugt!”

 

Anmerkung: ich schickte Conan einen weiteren Brief des Inhalts, dass mein Schreiber sich bei der Abschrift geirrt haben müsse und jener dem Yetulus zugekommene Brief sich von dem seinen unterscheide. Conan war, ich später erfuhr, gerade nach Ftlow-Nahrck unterwegs. Was er dort wollte, wusste ich nicht, ebensowenig, ob der edle Conan dieses Postsciptum erhalten hat…

 

 

 

12
Mrz
17

österreichisch-türkisches feingefühl

Der Türke mit zwei Pässen wählt

in der Türkei: AKP. Weil er ein Patriot ist.

Und in Österreich: Die Grünen.

Weil er für Toleranz ist…..