Archive for the 'WC' Category

22
Mai
10

Imperator Neugebauer und die Tiefspüler

An geheimnisvoller Front hat sich der Imperator der Seelen des Erdenvolks bemächtigt, und ihm wieder ein Stückchen Seelenfriedens geraubt.

Durch die Einsetzung Obamas, und mit Hilfe der Feimaurer, der Bilderberger und der Rotarier hat er uns die Gehirne gewaschen, zu dem Zwecke, uns, den Unschuldigen, zu suggerieren, die Tiefspüler seien der Menschen Erlösung! Die uns zugedachten Klos! Ja, ich meine jenes schreckliche verdammungswürdige Klo, jenen Baalstempel falschen Scheißens, bei dem das Wasserloch nicht vorne, sondern hinten, in einer Vertikale mit dem Arsche sich befindet!

Und so bemächtigt sich jene neue Häusl-Art unserer Wohn- und Kaffeehäuser, der Universitäten und Schulen, der Kasernen und Konzerthäuser!

Es ist schhrecklich!

Ach, wie gerne erinnere ich mich an die Zeit, als die Flachspüler die Herrschaft innehatten, als jenen die Obsorge über unser anales Löchlein anvertraut war!

Schon im Sitzen die süße Notdurft verrichtend, spürte ich die Vorahnung baldigen Wallens vom Enddarme her, zärtlich wie ein Gewitter, das von Ferne grollt.

Und dann – welche Wonne!, da sich der Horiizont des Gesäßes öffnete, und die schwarze, duftende Sonne inmitten zum Vorscheine kam, stets größer und länger werdend, schließlich gar zur Wurst geformt, oder zum aparten Häufchen.

Wie unbeschreiblich die Vorfeude auf das dumpfe Plumpsen des schwarzen Goldes auf den Präsentierteller! Wie schön die Befriedigung der zur Wahrheit gewordenen Ahnung! Dann noch ein entrückter Gedanke, und schon hatte alles seinen Sitz im Leben! Ein letzter huldigender Blick auf jenen herausgedrückten braunen Stern umkränzet von Klopapier, auf die Sonne der Peristaltik, zart von Pemmerln und Protuberanzen durchwirkt, und, die Verabschiedung vollendend, den Spülknopf gedrückt, ein letztes „auf Wiedersehen!“, ehe das Exkrement seinen Weg in die ewig fließenden Wasser nahm.

Das war die saturnalische Zeit der Flachspüler, welche das Wasserloch vorne hatten, die Zeit der Gerechtigkeit.

Nun aber, o Grässlichkeit, herrschen die Tiefspüler mit ihrem Loch hinten!

Schon die äußere Form ist vulgär, in falscher Eleganz sich suhlend. Ein Betrug, wie die pseudocoolen Klötze moderner Architektur.

Und welch ein Horror der einst so heilige Akt des Scheißens!

Der Unschuldige setzt sich, voll der Hoffnung hin, nun einen würdigen Akt verrichten zu dürfen, aber: Der harte Strahl des lustvoll aufgestauten Urins spritzt, da sich sich das Zumpferl in zu großer Nähe zur Klomuschel-Wand befindet, in unflätigster Weise zurück und besudelt Schwanz, Hoden und Schamhaar mit den hinterfotzigen Tröpfchen.

Welch eitle Verzerrung des Guten und Althergebrachten!

Nun setzt der Popo sich zu weiten an, doch was einst Lust war, bedeutet uns nun die finsterste Vorahnung: Wie Bomben knallen die Hauferln in das Wasser, das, mit Urin vermischt, in das Arschloch zurückspritzt, und, wohlgemerkt, mitsamt den Urin- und Scheißeresten aller zuvor dort Notdurft verrichtet Habenden. Welch eine Demütigung!

Soll das hygienisch sein? Wer, wenn nicht der Imperator, kann auf eine solche Idee gekommen sein?

Und was einstmals schön anzusehen in der Muschel lag, einem letzten Blicke zugetan, mir die Frage „Hab ich Darmkrebs oder nicht?“, akkurat beantwortend, schwimmt nun als elende widerliche Fladen, außen aufgeweicht und angeschleimt im Wasser herum, und nichts kann der arme Augur herauslesen.

Was sei dem hochverehrten Leser, der so wie ich, nicht die Möglichkeit hat, dem Horror der Tiefspüler auszuweichen, empfohlen? Um es vorwegzunehmen: Die Katastrophe kann nie gänzlich abgewendet, die Demütigung nicht getilgt werden.

Nur Linderung, nicht Tilgung des Horrors ist möglich:

Um der Besudelung der Genitalien durch eigenen und fremden Urin zu entgehen, und noch aus einem zweiten Grund, der sogleich erläutert werden soll, brunze man noch vor dem Scheißen, nach männlicher Manier, also im Stehen: Zwar werden hiedurch die wonniglichen Wallungen des Enddarms aufs Deprimierendste abgewürgt, weil der kunstvoll ineinander verschlungene Übergang, das allegro attaca von Brunzen auf Scheißen fehlt, doch dies ist der Übel Kleineres.

Sodann lasse man unbedingt herunter, um beim nachfolgenden Scheißen nicht den Hintern mit eigenem Urin zu besudeln. Dann tue man auf das Kloloch eine gewaltig gemessene Menge Klopapiers, um einerseits das Fallen der Haufen zu dämpfen, was seinerseits die zum Arsch zurückspritzende Sudelfontäne möglicherweise nicht bis zu selbjenem heraufspritzen lässst, andererseits um die Sudelfontäne ihrerseits vom Arsche abzuhalten.

Hernach scheiße man, ohne sich der Wonne früherer Akte zu besinnen, denn dies führt unweigerlich zu Depressionen. Dies führt uns zu jenem zweiten Grund, im Stehen zu Brunzen: Der erst nach der Zustopfung des Kloloches mit Klopapier Brunzende weicht durch das Brunzen das Klopapier wieder auf, wodurch sowohl die dämpfende Wirkung der fallenden Haufen als auch die schützende gegen die Sudelfontäne neutralisiert wird.

Wenigstens erfüllt das Zustopfen des Kloloches mit Klopapier den Aspekt der Rache: Auch Klopier kostet Geld!

Aber alles das lässt uns die schmach nicht vergessen, von unseren angestammten Häuseln vertrieben worden zu sein:

WIR FORDERN DIE LIGA FÜR FLACHSPÜLER LFF!!!

Advertisements